„Villa Rosa“ – Der Kampf geht weiter!

Die BesetzerInnen informieren (16.06.2005)

Am 16.6. tourten die BesetzerInnen der „Villa Rosa“ durch Frankfurt und gestatteten SchülerInnen verschiedenster Schulen einen kleinen Besuch ab. Dabei gab es Musik und einige Flyer. Weiterlesen

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Das Haus der Träume – Der Traum vom Haus

(Blogbeitrag von Mathias Richel bei Zeit Online) Ich war 19 Jahre alt, als ich meine Heimatstadt verließ. So wie es schon viele Jugendliche meines Alters vor mir taten. Von meiner Abiturklasse wohnen nur noch zwei Mitschüler in der Grenzstadt – meinem Frankfurt (Oder).

Es ist die Mischung aus Perspektivlosigkeit, Enttäuschung und Resignation, die so viele in die Flucht schlägt, denn vor allem drei Schlagworte verbindet man mit der Stadt: Arbeitslosigkeit, Chip-Fabrik und Neonazis. Nicht gerade Attribute, mit denen man sich gern schmückt. Dass Frankfurt mehr zu bieten hat, bemerkt dann der Besucher auch recht schnell. Die Innenstadt hat eine Grundsanierung erfahren und braucht sich mit diesem neuem Outfit nun wirklich nicht zu verstecken. Ganz zu schweigen von der Europa-Universität, die sich zu Recht einen hervorragenden Ruf erkämpft hat. Ein riesiges Potenzial, doch der Aufschwung Ost ist immer noch der meist zitierte Traum in der Region. Weiterlesen

Presseerklärung des Besetzerinnenkollektives

Das Haus in der Rosa-Luxembergstraße, Ecke Wieckestraße, wurde vorgestern, am 26.04.05, durch Einsatzkräfte der Polizei des Landes Brandenburg geräumt. Der Polizeieinsatz, der kurz vor 13 Uhr begann, war einer der größten und kostenintensivsten der jüngeren Frankfurter Stadtgeschichte. Rund dreißig Polizeifahrzeuge der Bereitschaftspolizei und aus dem Poilzeipräsidium Frankfurt( Oder) sperrten das Gebiet um die besetzte Villa weiträumig ab. Ein riesiges Aufgebot behelmter und gepanzerter Polizisten begann sich daraufhin auf dem Hof vor der Villa rund um das Gebäude zu postieren. Dabei zeigten sich die Beamten der Bereitschaftspolizei nicht eben freundlich. Der Journalist Kamil M. zum Beispiel wurde angeschrien, bedroht und kurzzeitig am Filmen gehindert. Andere Besucherinnen wurden gezwungen sich mit dem Gesicht an die Wand zu stellen. Während dessen bereiteten sich Mitglieder des Sonder-Einsatz-Kommandos, kurz SEK, auf den Sturm des Hauses vor. Die Szenerie muss auf die zahlreichen Zuschauer der Polizeiaktion martialisch und beängstigend gewirkt haben: da machten sich dunkel gekleidete und vermummte Gestalten, welche mit Schrotflinten und Maschinenpistolen bewaffnet waren, bereit für einen gewaltätigen Angriff auf 14 friedfertige Jugendliche im Alter von 18- 22 Jahren. Der Einsatz der Antiterrortruppe wurde von Poilzeisprecher Detlef Lüben damit begründet ,dass Anwohner bemerkt hätten wie Steine in das Haus getragen wurden. Diese Behauptung entspricht der Wahrheit. Es handelte sich dabei nachweislich um Mauersteine, die zur Errichtung provisorischer Tische benutzt worden waren. Nach unserem Wissensstand erfüllt der Besitz von Baumaterialien weder nach Landes- noch nach Bundesrecht einen Straftatbestand. Zu keinem Zeitpunkt erwogen die Besetzerinnen die Verteidigung der Villa mit gewaltätigen Mitteln. Bis zum Beginn der Polizeiaktion stand außerdem jedem interresierten Menschen die Tür zu dem von uns angestrebten sozialen Zentrum offen, da wäre Raum für Fragen und Diskusionen gewesen, der seitens der Stadt und des Landes jedoch weitesgehend ungenutzt blieb. Einige Kommunal- und Landespolitiker, darunter Katja Wolle und Frank Hammer, sahen sich im Haus um und überzeugten sich von den gemeinnützigen und friedlichen Absichten der Besetzerinnen. Nach Beendigung der Räumung wurden dann alle Aktivistinnen in Gewahrsam genommen und ins Polizeipräsidium in der Nuhnenstraße überführt. Dort wurden sie gegen ihren Willen erkennungsdienstlich behandelt und Leibesvisitationen unterzogen. Infolge dessen wurde ihnen eröffnet, dass sie Anzeigen wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und illegalem Abzapfen von Wasser und Strom erhalten werden. Die letzten Gefangenen wurden dann gegen 20 Uhr aus dem Gewahrsam entlassen. Weiterlesen

Polizei räumte Villa Rosa

Ein martialisches Polizeiaufgebot mit einem Sondereinsatzkommando wurde gegen friedliche HausbesetzerInnen eingesetzt.

Am Nachmittag des 23.04.2005, den 60. Jahrestag der Befreiung Frankfurts vom Nationalsozialismus, wurde ein leerstehendes Haus in der Wieckestraße 2-3 in Frankfurt (Oder) besetzt. Trotz der vorläufigen Duldung zumindest übers Wochenende, wurde die „Villa Rosa“ am Dienstag , den 26.04.05 um 13.oo Uhr geräumt. Weiterlesen

Nach der Besetzung ist vor der Besetzung!

Am 23. April, dem 60. Jahrestag der Befreiung Frankfurts vom Faschismus, besetzten linksmotivierte Jugendliche die Villa Ecke Rosa-Luxemburg-Straße, Wieckestraße. Anliegen der Besetzung war der fehlende Freiraum für die relativ stark vorhandene antifaschistische Jugendkultur der frankfurter Jugendlichen. Es war ein Ruf nach mehr Selbstverwaltung, nach mehr Mitbestimmung, nach mehr sozialer Gerechtigkeit und nach einem selbstbestimmten Leben ohne gegenseitige Ausbeutung in einer Welt, bestimmt und dominiert von Kapital und Herrschaft. Weiterlesen