Liebe Teilnehmer von Anti-Asylprotesten,

Soeren Kohlhuber

Liebe Teilnehmer von Anti-Asylprotesten,

regelmäßig bekomme ich nach Aufmärschen und den von mir veröffentlichten Bilder Post von Euch. Per Mail, per Facebook-Nachricht oder in den Kommentaren. Es sind immer dieselben beiden Argumente. Ihr seid nicht rechts und ich darf euch nicht fotografieren oder die Fotos online stellen.

Natürlich seid Ihr Argumenten gegenüber nicht aufgeschlossen und könnt diese Zeilen weder lesen noch verstehen, aber dennoch schreib ich dies dann doch ein für alle Mal nieder, damit wenigstens 1-2 von Euch lernen.

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Spenden: Wenn die Würde abhanden kommt

„Wir fühlen uns gut, wenn wir geben. Wir gefallen uns in dieser Rolle. Geben ist leicht. Was schwierig ist, ist nehmen. Denken wir auch an die Gefühle derer, die nehmen müssen oder ist uns unser Geben und unser Wohlbefinden wichtiger? Diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit immer öfter. Ich habe das Gefühl, dass uns manchmal die Empathie verloren geht, während wir eifrig dabei sind, zu helfen. Unsere Empathie für die Würde anderer.“

betül ulusoy

Bist du Betül Ulusoy?“, fragt sie quasi auf offener Straße. „Ja.“ Sie drückt mir einen zusammengefalteten Geldschein in die Hand: „Für die Schul-Aktion für die Flüchtlingskinder“, sagt sie. Ich stehe eine Weile perplex da. Eigentlich ist mir die Situation ziemlich unangenehm. Dass mir auf diese Weise Geld zugesteckt wird. Gleichzeitig freue ich mich auch über die Spende, natürlich. Aber die Situation ist mir unangenehm.

Ich bin es gewohnt, immer alles zu haben. Von allem das Beste zu haben. Meine Eltern haben immer beide gearbeitet. Uns hat es nie an etwas gemangelt. Ich bin es gewohnt, immer diejenige zu sein, die gerne einlädt. Die gerne teure Geschenke kauft. Die gibt. Plötzlich nehme ich. Ich nehme von Schülern und Familien, die selbst nicht viel haben und die ich gerne selbst unterstützen würde – Die aber ihrerseits für Flüchtlinge spenden. Ich nehme von Unternehmen, die spenden. Ich frage sogar selbst…

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Wir haben versagt!

Wir wollen eine bessere Welt? Dann lasst uns doch endlich anfangen sie zu bauen!

★ Victory ★ Viktoria ★

Wir haben versagt!

Die linke Szene in Deutschland ist so gut wie tot. In Zeiten, in denen sich nachts Nazi-Mobs vor Geflüchteten-Unterkünften zusammenrotten, schaffen wir es zwar mit wenigen hundert Menschen notdürftig das Schlimmste zu verhindern, aber wie lange wird das noch so sein, wenn die Stimmung im Land immer weiter nach rechts driftet? Wenn beim nächsten Mal statt 100 Nazis 1000 kommen? Wenn sie nicht nur Steine und Rauchbomben haben, sondern auch Messer, Gewehre, Pistolen?

Wir müssen reden und zwar dringend!

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BraMM die 4. und hoffentlich letzte in Fürstenwalde

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Für den 29. Juni hatte sich zum vierten mal die rechtspopulistische und rassistische BraMM für einen „Spaziergang“ in Fürstenwalde angekündigt. Zum letzten „Spaziergang“ am 1. Juni fanden sich unge­fähr 20 Per­so­nen in Brandenburg- Görden ein. Nachdem es Ende April in Fürstenwalde noch knapp 50 Personen waren waren es diesmal ganze 10. Darunter fanden sich nicht mal mehr die Kader der NPD Oderland ein, lediglich Kevin Alexander Pieper aus den JN/NPD Spektrum ließ sich kurz blicken und verschwand mit Beginn der BraMM Kundgebung.
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Neuruppin: Neonazis brachen TddZ wegen Blockaden vorzeitig ab

Neuruppin: Neonazis brachen TddZ wegen Blockaden vorzeitig ab

Presseservice Rathenow

Titel

Über tausend Menschen haben sich am 6. Juni im Rahmen verschiedener Veranstaltungen und Aktionen, gegen eine neonazistische Versammlung in der Fontanestadt Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg) positioniert.

Zum so genannten „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) waren ungefähr 500 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Die Zahl entspricht in etwa den Teilnehmer_innenzahl der vormaligen Veranstaltungsorte in Wolfsburg (2013) und Dresden (2014).

Während die Neonazis jedoch bisher an allen vormaligen Standorten der TddZ-Kampagne bis zum Ende marschieren konnten, gab der diesjährige Versammlungsleiter der Veranstaltung bereits nach 1.200m auf. Mehrere hundert Menschen hatten zuvor alle wichtigen Punkte der Neonaziroute sowie mögliche Umgehungswege besetzt.

In Velten (Landkreis Oberhavel) führte ein NPD Funktionär außerdem eine Unterstützungskundgebung für den TddZ durch. Zu den befürchten Übergriffen auf Zugreisende kam es hier jedoch nicht. Ebenfalls wurden keine Ersatzaufmärsche für den diesjährigen TddZ bekannt.

Die Polizei war in der Region mit mindestens 1.000 Beamt_innen aus Brandenburg, Niedersachsen und Hamburg im…

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