Albumreview: SLIME – sich fügen heisst lügen

Arabischer Frühling, Occupy Wall Street, Stuttgart-21-Proteste: Wenn Menschen überall auf die Straße drängen, um gegen Ungerechtigkeiten zu protestieren, dürfen die Hamburger Altpunks Slime natürlich nicht fehlen. Sie verstanden sich schon immer als Sprachrohr der Unterdrückten, 18 Jahre liegen zwischen „Schweineherbst“ (1994) und „Sich fügen heisst lügen“ (2012). Und dennoch spürt man beim Hören keine Lücke. Da ist keine Distanz, kein Break, nichts was in der langen Zeit Sound und Texte zu verwässern vermochte. „Sich fügen heisst lügen“ ist ein reifes Album. Textlich überragend. Scharfsinnig, pointiert und radikal in der Aussage. Weiterlesen

Verfassungschutzbericht 2011…Oi!kalyptusbonbon

Endlich kommt der Fame – „Die Bockwurschtbude“ hats in den Verfassungsschutzbericht (brb) 2011 geschafft – unter der Kategorie ‚Linksextremistische Hass-Musik in Brandenburg‘ mit dem song „Nazischwein“:

„Nazischwein, Nazischwein – Wir hauen euch die Fresse ein, / Nazischwein,Nazischwein – wenn wir uns mal seh´n! / Nazischwein,
Nazischwein – Ja da sind wir ganz gemein! / Nazischwein, Nazischwein
– Wir werd´n zusammen steh´n! (…) Denn eines Tages
werdet ihr es seh´n, / werden wir an der nächsten Ecke steh´n!“

Ich hab den Bericht mal grob überflogen, also er liest sich wie jedes Jahr…nichts neues und alles aus dem Internet abgeschrieben…Frau Schreiber schwach wie immer…

www.verfassungsschutz.brandenburg.de

Bockwurschtbude Bandinfo 2010

Der Grundstein für alles war die Auflösung von Frankfurts einziger Blechpunkband „Die Kunstblumen“. Da man sich endlich einen Mikroständer gekauft hatte. . .(Ha, Ha, Ha – Das war ein Insider-Witz!). . .beschlossen Mikro Mostrich und Mieschka Mayonaise im November 1995 künftig richtige Musik zu machen. Einen Proberaum in der Schule der beiden hatte man auch schon. Eben diese Schule sollte auch das erste Equipment der beiden stellen. Aus umgedrehten Kochtöpfen waren immerhin schon eine verkackte Snare und ein Percussion-Tom geworden („geliehen“ von unserem Musiklehrer) und Mikro spielte auf einer Kinder-E-Gitarre und einem aus dem Englischraum geklauten 10W-Verstärker. Weiterlesen

DIE BOCKWURSCHTBUDE – UNSCHREIBBAR / IMMER WIEDER SONNTAGS

Vom letzten Longplayer der Band (Für eine handvoll Bockwurscht) bin ich ja bekennender Fan und den Stil, den diese Band zu spielen pflegt, empfinde ich als unverkennbar. Da ändert es auch nichts daran, dass die beiden Songs auf diesem Stück Vinyl gar nicht von der BOCKWURSCHTBUDE sind, denn sie wurden so umgesetzt, dass man auch meinen könnte, sie wären es. CINDY + BERT sind zwar nicht Ernie und Bert, aber weil einer von den beiden Bert heißt, ziert er auch die eine Seite dieser 7“ Picture-Vinyl. Das bekannteste Lied der Beiden, neben “Fahrende Musikanten“ (ihr merkt sicherlich, hier spricht der Schlagerkenner), war “Immer wieder Sonntags“, dass hier schonungslos durch den Fun-Punk Kakao gezogen wird. Für die andere Seite wurde ein DRITTE WAHL Foto so gut nachgestellt, dass man schon aufmerksam hinschauen muss, um es vom Original zu unterscheiden. Zu Hören gibt’s die Coverversion von DRITTE WAHL´s “Unschreibbar“, welche mit den Klängen von “2/9/2/2/0/2/1f/A“, dem letzten letzte Stück der “Nimm Drei“ endet.

Die Idee für so´ne kleine Platte ist natürlich super, die Umsetzung ebenfalls, doch kann man natürlich auch über den Sinn einer solch aufwendigen und kostspieligen 7“ Picture-Vinyl streiten. Billig wird das Ganze nicht gewesen sein und hat´s sich für 2 Songs gelohnt? Jäger, Sammler, Liebhaber und eingefleischte Fans werden diese Frage bejahen, denn diese Scheibe ist so was von streng limitiert und zwar auf nur 100 Stück, dass sie bei dieser Auflage schon jetzt als absolute Rarität gilt. Also ranhalten!

Oderflut Bandinfo

Im Sommer ´98 hatten Deutsche, Attila und Kaiser aus Frankfurt die Idee bei ´ner Geburtstagsparty (da waren wir wohl nicht die ersten) ein paar Songs zum Besten zu geben. Also begannen wir im Proberaum einer uns bis dahin unbekannten Band (Telekoma) mal so richtig Krach zu machen. Auch wir bemerkten schnell das uns ein wenig der Bass fehlte, und da wir auch schon ein paar Zuhörer hatten, haben wir sogleich den Mike verpflichtet die Bassseiten zu zupfen.

Ein Jahr später trennte sich Attila aus persönlichen Gründen von der Band. Daraufhin kam Rosi in die Band und noch heute betört er mit seinem animalischen Gesang die Frauenscharen. Mit ihm nahmen wir auch 1999 unser Demotape – „Pegelsaufen“ auf.

In den darauf folgenden Jahren hatten wir bedingt durch – Arbeit – Umzug – persönliche Gründe – einige Besetzungswechsel zu verkraften.

Oderflut spielen Punkrock und an auch ein wenig Ska mit deutschen Texten. Am besten ihr hört´s euch einfach selbst mal an.

Seit dem 22.12.2001 sind wir mit dem Song „Letzte Party“ auf dem LP-Sampler „Oi! Punk & Iro Attacken“ vertreten. Am 23. Dezember 2006 ist endlich unser erstes Album mit dem wohlklingenden Namen „Frei & Laut“ erschienen.
Im Jahre 2007 & 2008 haben wir außerdem einige Songs zu diversen Samplern beigesteuert. Momentan ist die Band Oderflut sozusagen auf Eis gelegt.

TELEKOMA Anfang oder Ende

Mein lieber Herr Gesangsverein, dachte ich, als ich die CD in meinen Spieler legte und der Sound aus meinen Boxen brach. Ich spielte schon mit dem Gedanken, leiser zu machen, weil ich nicht wusste, was da textlich auf mich zukommt.

Rasant schneller Punkrock, mit tierischem Gegröle, Entspannung gibt es über die gesamte CD nicht. Hass, Wut, Kritik am Staat, an Kinderschändern, aber auch an Aktivisten aus eigenen Reihen, welche unüberlegt „Zerstörungswut“ walten lassen und damit letztlich nichts bewegen. Weiterlesen

TELEKOMA Wirrwahr

Treue den Wurzeln und dem Hass – verpackt in tiefgründige Texte, Streetcore der überdurchschnittlich schnellen Art. Wie nennt man den Stil der Jungs nun? Hate-Punk? Hate-Core? Ich weiß es nicht. Fakt ist, dass sie ihre Instrumente anscheinend mit jeder Platte besser im Griff haben, aber trotz allem ihren Wurzeln treu bleiben.
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ODERFLUT Frei & laut

Oi! Punk aus Frankfurt/Oder. Ehrliche Texte, brachiale Sound und der derbe Gesang lassen keine Fragen offen. Klingt ein bisschen nach Verlorene Jungs.

Skins, Punks und der restliche Pöbel wird es gleichermaßen freuen, dass die Jungs von ODERFLUT endlich ihr neues Album heraus gebracht haben. „Frei & laut“ geht es hier wirklich primär um das Partymachen, ohne dabei, abgesehen von politischen Extremen, auf irgendwem herumzuhacken, nur für den Spaß und die Sache an sich! „Partys, Frauen, Saufen“, „Saufen macht Spaß“ … Weiterlesen