Sören Kohlhuber: „Nach dem Sturm“

Mit „Nach dem Sturm“ legt der Journalist und Fotograf Sören Kohlhuber sein drittes Buch über aktuelle Nazibewegungen in Deutschland vor. Auf 226 Seiten berichtet Kohlhuber über diverse Nazidemos in den Bundesländern Thüringen, Sachsen Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg Vorpommern aus dem Jahre 2016. Ebenso betrachtet wird der „Tag der Deutschen Zukunft“ in Dortmund.

Kohlhuber geht in seinem dritten Buch, ebenso wie in den ersten beiden, dem Phänomen der rassistischen Aufmärsche in Ostdeutschland nach, besucht aber auch wieder jährlich stattfindende Aufzüge wie z.B. das sogenannte
„Heldengedenken“ in Dessau oder den Demminer Naziaufmarsch am 8. Mai. Weiterlesen

Europas größter rechtsextremer Aufmarsch: Der „Unabhängigkeitsmarsch“ in Warschau

Am Samstag 11.11. findet in Warschau wieder der größte rechtsextreme Aufmarsch Europas – der „Unabhängigkeitsmarsch“ – statt.
Einige Bemerkungen vorab: Die Teilnehmerzahlen wuchsen seit 2009 immens – zuletzt immer zwischen 50 und 100 000.
Der Marsch ist der symbolische Kristallisationspunkt und jährliche Höhepunkt der polnischen Rechten. Weiterlesen

Raus auf die Straße! Antifaschistische Streetparade in Frankfurt (Oder) am 03.09.

Am 03.09.2016 wollen wir gemeinsam mit euch auf die Straße gehen, um gegen rassistische Hetze in Frankfurt (Oder) anzutanzen. Wir stehen für eine solidarische Gesellschaft, die sich gegen das herzlose und hasserfüllte Gezetere der Frankfurter Rechten einsetzt. Wir stehen für eine Gesellschaft, in der jede*r das Recht hat seinen Wohnort zu wählen, vor Krieg und Barbarei zu fliehen und auf ein besseres Leben zu hoffen. Weiterlesen

Nationalistisch-pathetische Inszenierungen und Frankfurter JU Vorsitzender auf rassistischer Demo in Słubice

Am 7. Mai 2016 nahmen ca. 200 vorwiegend junge Leute an der rechtsextremen Kundgebung in Słubice teil.
Nach der Auftaktkundgebung am Plac Bohaterów zogen die Teilnehmer*innen durch die Innenstadt bis vor den Kreisverkehr an der Grenzbrücke. Dort fand in der Fußgängerzone, vor der Stadtbibliothek, die Abschlusskundgebung statt. Nach knapp anderthalb Stunden war der Spuk vorbei.
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Deut­sche und Pol­ni­sche Neo­na­zis gemein­sam gegen Geflüchtete

In Frank­furt (Oder) demons­trier­ten etwa 100 Neo­na­zis gegen den soge­nann­ten „Asyl­wahn“. Die Grup­pie­rung „Frankfurt/Oder wehrt sich“ rief erneut zur Demons­tra­tion in die Oder­stadt auf. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr ver­an­stal­te­ten die Ras­sis­tIn­nen um das Neo­na­zi­paar Peer und Fran­ziska Koss hier Demons­tra­tio­nen. Ins­ge­samt sechs Mal gin­gen sie auf die Straße mit jeweils abneh­men­der TeilnehmerInnenzahl.
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Keine Zukunft für Nazis! TDDZ in Neuruppin verhindern!

Am 6. Juni 2015 planen Neonazis in der brandenburgischen Stadt Neuruppin ihre seit 2009 jährlich stattfindende Kampagne zum sog. „Tag der deutschen Zukunft“ (TDDZ) fortzusetzen. In diesem Rahmen wollen sie einerseits durch Anheizen rassistischer Denkmuster an bestehende Ressentiments und die rassistische Stimmungen in Teilen der Gesellschaft anknüpfen und andererseits eine Drohkulisse gegenüber Migrant_innen und Geflüchteten aufbauen. Weiterlesen

8. Mai, Tag der Befreiung — Wer nicht feiert, hat verloren!

Am 8. Mai 1945 kapi­tu­lierte die deut­sche Wehr­macht und damit das 3. Reich. Nach 12 Jah­ren natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Herr­schaft, davon sechs Jahre im Krieg, die über 70 Mil­lio­nen Men­schen, dar­un­ter sechs Mil­lio­nen Juden*Jüdinnen das Leben gekos­tet hat wurde das Mor­den, Brand­schat­zen und Aus­plün­dern gan­zer Län­der Euro­pas durch die gemein­same Ent­schlos­sen­heit der alli­ier­ten Natio­nen ein Ende berei­tet. Des­halb soll die­ser Tag Anlass zum Fei­ern sein! Weiterlesen

Proteste und Blockade gegen BraMM in Fürstenwalde

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Rund 50 Menschen fanden sich heute in Fürstenwalde ein, um gegen die Geplanten Aufmärsche von „BraMM“ und „Fürstenwalde wehrt sich“ zu Protestieren. Die Brandenburger Polizei war mit mehren Hundertschaften im Einsatz und versuchte so den Antirassisti hen Protest zu unterbinden. So löste sie u.a. eine Sitzblockade in der Eisenbahnstraße auf, sprach im Laufe des Tages mehrere Platzverweise aus und nahm an mehreren Stellen Personalien von Passant*innen fest.
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BraMM in Fürstenwalde die dritte

image Am 27. April ruft BraMM zu einem weiteren Montagsspaziergang durch Fürstenwalde/Spree auf.

Seit Ende Januar tingeln BraMM durch Brandenburger Kleinstädte und versuchen ihre Menschenverachtende und rückwärts gewandte Politik unter die Leute zu bringen.
Die BraMM fordern dabei eine Asylpolitik, die es ermöglicht, die Schutzbedürftigkeit von Menschen im Schnellverfahren zu beurteilen und diese genauso schnell abzuschieben, wenn es sein muss auch in den Tod!
Sie geben sich als überparteilich aus, obwohl ihre Aktivität von den REP, einer nationalistisch-konservativen Partei ausgeht und ihre Anhängerschaft größtenteils aus altbekannten Neonazis besteht.
BraMM bezeichnen Aufklärung in der Schule als „ideologiebelastet“ und „frühsexualisierend“. Und schüren unbegründete und irrationale Ängste gegen Muslime, Flüchtlinge, linksalternative Bewegungen und gegen eigentlich alles, was nicht in ihr Weltbild passt.
Sie sind eine Rattenfängerbewegung der „neuen Rechten“ und ein Möchtegern-Pegida-Ableger.

Ende Februar fanden sich nur noch knapp 70 Nazis in Fürstenwalde ein um ein zweitesmal am Spaziergang teilzunehmen, einen Woche zuvor folgten dem Aufruf etwa 100. Angeführt wurden die Spaziergänge von Kadern aus der Lokalen NPD Struktur um Manuela Kokott und Frank Odoy. Zwischenzeitlich hat der Hauptakteur der BraMM, Heiko Müller alle seine Ämter bei den Republikanern niedergelegt. Ob es sich um Konflikte zwischen seiner BraMM-Arbeit und der REP-Arbeit handelt bleibt vorerst im Dunkeln verborgen.

Als am 16. März BraMM das zweitemal durch Königs Wusterhausen marschierte, ist das Häufchen Elend noch kleiner geworden, es schrumpfte im Vergleich zur Vorwoche um fast die Hälfte. Nur noch 30 Nazis folgten an diesem Abend dem Aufruf vom Brandenburger Möchtegern-Pegida-Ableger BraMM. Auf der anderen Seite, bei den Gegendemonstrationen wurde von den lokalen Bürgerbündnissen beider Städte gegen Rechts, wurden hingegen immer etwa zirka 150 Menschen mobilisiert.

Bereits morgen will BraMM in Luckenwalde marschieren und dort Fremdenhass und Ressentiments schüren. In der Folgewoche und am 13. April will BraMM in Eisenhüttenstadt auflaufen.