Buchbesprechung: „Retrofieber“ von Sören Kohlhuber

14192005_873706546097733_7224856884299881180_nMit Retrofieber legt Sören Kohlhuber sein zweites Buch vor. In diesem beschreibt er, wie auch im ersten Werk „Deutschland deine Nazis“ seine Besuche als Fotojournalist bei Naziaufmärschen. Insgesamt war er auf ca. 50 Aufmärschen im Jahr 2015, wobei er selber anmerkt, dass der Radius kleiner geworden sei und er es nur einmal aus der Ostdeutschen Zone raus geschafft habe. Dies ist durchaus verständlich, da es alleine in Frankfurt (Oder), den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch Oderland zu über 20 Aufmärschen und Kundgebungen gegen Geflüchtete im Jahre 2015 kam.

Im Vergleich zu seinem ersten Buch gibt es diesmal nicht nur einen Reisebericht und die Einschätzungen zur Veranstaltung selber. Kohlhuber geht diesmal einen Schritt weiter und guckt sich einige Schwerpunkt Regionen genauer an, z.B. das Brandenburgische Oberhavel wo es seit Dezember 2014 monatlich Neonazis Aufmärsche durchführen, sowie den Bereich Süd Brandenburg und Berlin.

Durch diese Auseinandersetzung bekommt das Buch einen besonderen Stellenwert, weil es sich mit Neonazistrukturen auseinandersetzt, die jenseits von Pegida wenig bis kaum Beachtung finden in den überregionalen Medien. Einer der Gründe dieses Buch zu lesen und zu erwerben.

Als Fazit bleibt festzuhalten, Fotojournalisten wie Kohlhuber unbezahlbar sind. Für Antifa Gruppen in der Peripherie sind sie besonders wichtig, da sie unsere Proteste begleiten und uns durch Bildmaterial dabei helfen festzustellen, welche neonazistischen Gruppen und Personen regional relevant sind.

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