Tag 11 – Briefe aus der belagerten Rigaer94

Man stelle sich vor: vor der Haustüre ein ein großer Halbkreis, ca. 50 Meter Tretgitter. Dahinter Bullen, dahinter Security, die einen nicht hereinlassen wollen oder zu sonstigen Spielchen aufgelegt sind. Im Hof und auch im Treppenhaus ebenfalls Bullen und Security. An Tag 11 ist die Lage im Haus eigentlich unverändert.

Über die Tage war es ein bisschen ruhiger geworden, weil sich bei der Ordnungmacht Routine einschlich. Mittlerweile war jeder Bereitschaftsbulle aus Berlin mindestens einmal durch unser Treppenhaus stolziert und nach viel Auswechseln bei den Secus haben sich endlich brutale Hohlköpfe gefunden, die ihren Job gerne machen.

Doch die Sabotage an der Baustelle im Erdgeschoss, über die wir in den letzten Briefen schrieben, hat für Aufregung gesorgt und es stehen seit gestern wieder deutlich mehr Bullen in voller Schutzmontur im Erdgeschoss. Sie haben die Bautüren sehr fest im Blick.

Als ganz angenehm empfanden wir es, dass es keine Bauarbeiten gab. Wohl auch deshalb ist eigentlich nicht viel passiert. Abends um neun gab es wie gewohnt Lärm in der Nachbarschaft. Auch am Dorfplatz sammelten sich wieder einige Leute. Dabei blieb es auch hier ruhiger, da es zum ersten Mal kein angekündigtes Programm gab. Alles in allem, wirklich ein ruhiger Tag.

Wir freuen uns auf die neue Woche, wo schon viel in Planung ist.

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