Proteste und Blockade gegen BraMM in Fürstenwalde

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Rund 50 Menschen fanden sich heute in Fürstenwalde ein, um gegen die Geplanten Aufmärsche von „BraMM“ und „Fürstenwalde wehrt sich“ zu Protestieren. Die Brandenburger Polizei war mit mehren Hundertschaften im Einsatz und versuchte so den Antirassisti hen Protest zu unterbinden. So löste sie u.a. eine Sitzblockade in der Eisenbahnstraße auf, sprach im Laufe des Tages mehrere Platzverweise aus und nahm an mehreren Stellen Personalien von Passant*innen fest.

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Sitzblockade gegen BraMM in Fürstenwalde

Auf Seiten der BraMM und „Fürstenwalde wehrt sich“ fanden sich ca. 40 sogenannte „besorgte Bürger*innen“ ein. Das Klientel bestand überwiegend aus Leuten mit einschlägigen Nazi Klamotten. Angeführt wurde der Aufmarsch von Kadern der NPD Oderland und den Jungen Nationalisten (JN), u.a. Frank Odoy und Kevin Alexander Pieper.

Im späteren Demo Verlauf teilte sich der Aufzug und so liefen eine Gruppe mit 30 Nazis um Odoy und Co. vom „Stern“ durch die Frankfurter Straße auf die Geschwister Scholl Straße, hier bekamen die Nazis durch 50 Antirassistischen*innen zu hören das sie nicht erwünscht sind. Abgeschirmt von der Polizei Bogen die Nazis in die Berstraße ein und beendete den Aufzug wieder am „Stern“.

Die verblieben 10 Teilnehmer liefen unter dem Label „Fürstenwalde wehrt sich“ Richtung Dom und Marktplatz.

Dies war der dritte Aufmarsch der Nazis und Rassist*innen um „BraMM“ die Teilnehmerzahl ist auch in Fürstenwalde um die Hälfte gesunken. Die Brandenburger Polizei tat sich einmal mehr damit hervor den Antirassistischen Protest zu unterbinden und setzte einmal mehr dieses Jahr mit hohem Personalaufwand einen bzw. zwei Naziaufmärsche durch. Die Gangart der brandenburger Polizei ist unter dem neuen Innenminister Schröter deutlich härter geworden. Was zur Folge hat das von Januar bis April 2015 mehr Naziaufmärsche durchgesetzt worden sind als in den Jahren 2010-2014 insgesamt.

Dies stimmt bedenklich, da am 6. Juni in Neurupin, Brandenburgs größter Naziaufmarsch, seit der Wiedervereinigung erwartet wird. Es ist davon auszugehen, dass die Brandenburger Polizei ihrer Linie treu bleibt und versuchen wird auf biegen und brechen den Naziaufzug durch zusetzen. Wie lange sich der LINKE Koalitionspartner in Potsdam, das noch mit ansehen will ist hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit, schließlich bekamen auch schon einige Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE die neue Gangart der Polizei zu spüren.

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