Rassistischer Angriff gegen Roma in Kreuzberg

+++ Repressionen und Zwangsandrohungen des Bezirksamtes verhindern Anzeigen +++

Info:
In der Nacht von Freitag auf Samstag hat sich in Kreuzberg ein rassistischer Angriff auf eine Roma-Familie aus Rumänien ereignet. Hier, was die Familie berichtet hat:

Der Vater, die schwangere Mutter und die beiden Söhne (18 und 6 Jahre alt) haben in ihrem Auto geschlafen, als sich eine Gruppe von etwa sieben Betrunkenen näherte, die sich offensichtlich öfter nachts in der Nähe aufhalten. Unter Rufen wie „Scheiß Zigeuner“ und „Raus aus Deutschland“ begannen sie, das Auto durchzuschütteln und mit den Stiefeln dagegenzutreten (mehrere Dellen sind noch deutlich sichtbar). Einer öffnete den Tankdeckel und deutete an, ein Feuerzeug bzw. Streichholz hineinzuwerfen. Daraufhin sprang der Vater aus dem Auto, woraufhin die Männer auch auf ihn losgingen und in den Türbereich eindrangen, wo sie unter anderem die Dichtungsgummis herausrissen.

Jetzt hat die Familie verständlicherweise Angst. Mit Hinweis auf eine Anzeige bei der Polizei antworteten sie: „Um Himmelswillen! Dann nimmt man uns am Ende noch das Auto oder unseren Sohn weg!“ – damit wurde von Seitens des Bezirksamtes ja mehrfach nicht nur gedroht, sondern dies auch umgesetzt.

Damit wird dafür gesorgt, dass sich Opfer rassistischer Angriffe wegen angedrohter Schikanen des Bezirksamts noch nicht mal dagegen wehren können. Durch die Androhung der Beschlagnahme von Autos und der Inobhutnahme der Kinder, werden sie wehrlos und ohnmächtig gemacht. Zu dem legitimiert dies direkt oder indirekt diese Angriffe bzw. bestärkt Rassisten in ihrem Handeln.

Die Familie befindet sich nur noch auf der Straße, weil das (laut Geburtstagsregelung zuständige) Sozialamt sich weigert, vorläufig eine Unterbringung zu ermöglichen. Der Jobcenter-Antrag der Familie ist längst gestellt und der Fall ist vor dem Sozialgericht – in solchen Situationen entscheiden andere Sozialämter in der Regel für das Kindeswohl und die Unterbringung (die Kosten kann man in der Regel nachträglich vom Jobcenter zurückbekommen). Einen Tag zuvor hatte das betreffende Sozialamt die Familie in Begleitung dritter mit folgenden Aussagen wieder weggeschickt: „Der hat ja hier nichts geleistet“ und „Die wollen ja nur an unsere Sozialleistungen“. …“ Rassistischer Alltag!

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