Mobilisierungs-Tour für das Stopp-Deportation-Camp in Eisenhüttenstadt

Vom 22. bis 26. August findet eine Fahrrad-Tour durch Flüchtlingscamps in Berlin und Brandenburg statt.
Am Donnerstag, den 22. August, von 10h30-11h30 wird eine Presse-Konferenz in Bad Belzig, Weitzgrunder Weg, stattfinden.
Anschließend startet eine Gruppe von Flüchtlingsaktivist_innen mit der Mobilisierung-Tour per Fahrrad durch Flüchtlings-Lager in Brandenburg und Berlin.
Am Dienstag, den 26. August gibt es eine Auftakt-Demonstration in der Grenzstadt Frankfurt (Oder), für das „Stop Deportation Camp“, das vom 26. August bis 1. September 2014 in Eisenhüttenstadt stattfinden wird.

Widerstand gegen die Deportation-Fabrik Eisenhüttenstadt ist notwendig! Die Stop-Deportation-Gruppe kämpft für ein Bleiberecht für alle Personen. Die Forderungen der Gruppe sind die Abschaffung von Abschiebe-Gefängnissen und sofortiger Abschiebe-Stopp. Flüchtling zu sein ist kein Verbrechen, dennoch werden Flüchtlinge täglich kriminalisiert, indem sie in Gefängnissen und isolierten Lager ihrer Freiheit beraubt werden. Die Stop-Deportation-Gruppe informiert über die gestohlenen Rechte von Flüchtlingen: Sie werden zu Haft gezwungen, ohne Stimme und ohne Rechtsstaatlichkeit.
Die Aktivist_innen informieren über Diskriminierung durch Polizei und Gerichte, die mit Gewalt gegen Geflüchtete agieren.

Die Stop-Deportation-Gruppe, bestehend aus Geflüchteten und solidarischen Personen kämpft seit über einem Jahr gegen das Abschiebe-Gefängnis und die Isolation im Erstaufnahmelager Eisenhüttenstadt. Als ein somalischer Flüchtling versuchte, sich in der Isolierung des Lagers Eisenhüttenstadt aufzuhängen, begannen solidarische Kameraden die Stimmen von refugees rauszutragen und sie haben eine Solidaritätsgruppe gegründet, die Demonstrationen und Info-Veranstaltungen organisieren und kontinuierlich das Lager besuchen, um die Ereignisse zu überwachen und die Personen dort zu unterstützen.
Am 8. Juli 2013, begannen 14 Flüchtlinge einen Hungerstreik in der Abschiebehaft in Eisenhüttenstadt. Die Stopp-Deportation-Gruppe informierte Mitstreiter_innen und Unterstützer_inen in Berlin und Brandenburg und zusammen realisierten sie ein Solidaritätscamp direkt vor dem Lager. Das Ziel der Aktion war, die Abschiebungen von Menschen in der Abschiebehaft zu verhindern und die Abschiebe-Maschinerie zu entlarven.

Nun organisiert die Gruppe ein „Stop Deportation Camp“ vom 26. August bis 1. September 2014 in Eisenhüttenstadt, mit dem Ziel das Abschiebe-Gefängnis zu schließen. Wir wollen der deutschen und europäischen Ausschluss-Politik eine solidarische Perspektive entgegensetzen. Wir wollen das Camp für Workshops, Diskussionen, rechtliche Beratung, Konzerte und viele kreative Aktionen nutzen. Wir wollen Informationen austauschen, uns vernetzen und gemeinsam Perspektiven entwickeln und diese auch zusammen umsetzen. Gemeinsam sind wir stark: Macht mit! Schließt euch dem Camp an! Seid kreativ! Kein Gefängnis für Geflüchtete!

Ob in Eisenhüttenstadt, Büren, Berlin-Grünau oder anderswo – Abschiebe-Gefängnisse schliessen! Überall!

WEB:  http://www.stopdeportationcamp.org
FB:     https://www.facebook.com/stopdeportationcamp2014
MAIL: mail(@)stopdeportationcamp.org

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