Besuch des AfD Chef Lucke wird brisant für Frankfurter Stadtverband

Der bevorstehende Besuch des AfD-Bundeschefs Bernd Lucke am 6. September in Frankfurt (Oder) wird brisant für seinen hiesigen Stadtverband. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte Lucke bereits am 17. Juli im Europaparlament für Sanktionen gegen Russland gestimmt, gemeinsam mit Hans-Olaf Henkel und zwei weiteren Fraktionskollegen. Das steht im Gegensatz zu einem Parteitagsbeschluss, der Sanktionen ablehnt, und gegen die – nach Presseberichten – Mehrheit der Basis.

Brandenburgs Landeschef und »Putin-Versteher« Alexander Gauland hat getobt, kurzzeitig über die Niederlegung seiner Spitzenkandidatur für den Landtag nachgedacht und vor Spaltung der AfD gewarnt. Er fühle sich von Parteifreunden von hinten durch die Brust geschossen.

Querfrontler und Verschwörungsideologe Jürgen Elsässer rühmt sich in seinem Blog, die Sache gestern aufgedeckt zu haben, worauf die »Junge Freiheit« Gauland zu diesem Thema interviewte. Heute berichten viele Medien darüber.

Der Frankfurter Stadtverband steht offenbar hinter Gauland und damit gegen Lucke. Öffentliche Stellungnahmen gibt es nicht, aber auf Facebook veröffentlicht der Stadtverband ein Statement von NRW-Chef Marcus Pretzell, dem einzigen AfDler, der gegen die Sanktionen gestimmt hatte.

Und die ganze Aufregung mehr als einen Monat nach der Abstimmung. Soviel zum Thema Transparenz und Bürgernähe in der AfD.

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