„Nazis im Nadelstreifen“: Stanislav Byshok und Alexey Kochetkov

In letzter Zeit treten die beiden Referenten Stanislav Byshok und Alexey Kochetkov mit einer Veranstaltung zum Thema „Neonazis & Euromaidan“ auf so auch am Donnerstag 26. 06.2014 in Berlin.

Wer sind die beiden?

Stanislav Byshok ist im russischen Sozialen Netzwerk vkontakte mit den prominentesten Vertretern des russ. Nazismus befreundet. Diese sind zum Beispiel Alexander Potkin (Gründer der DPNI, dem xenophoben Netzwerk außerparlamentarischer und militanter Nazis), Alexander Barkashov (Gründer und ideologischer Vater der RNE, aus der sämtliche militante Nazi-Strukturen hervorgegangen sind). Außerdem sind in seiner Freundesliste Leute aus der Jugendorganisation der Eurasischen Union, Nazi-Musiker*innen, Nazi-Publizist*innen. Zum Beispiel wird das Buch auf Modus Agendi beworben (http://modus-agendi.org, wo das Buch fett beworben wird), die eine Kampgane zur Freilassung des Nazi-Terroristen Ilja Gorachev unterstützen, der mit BORN (Abk. für Militante Organisation russischer Nationalisten) für die Ermordung prominenter Antifas wie Khutorskoj, Markelov, Baburova usw. verantwortlich ist. Das Portal feiert übrigens auch die AfD ab.

Stanislav Byschok, Mitglied der nationalistischen Organisation „Russkij obras“, oft auch als rechtsextrem bezeichnet. Gegen diese Organisation wurde in Bezug auf Mordanschlag auf Anwalt Markelow ermittelt. Aleksej Kotschetkow war in den 90er Jahren Chefredakteur der nationalistischen Zeitung „Russische Ordnung“, Hauptblatt der Barkaschow-Partei „Russische nationale Einheit“. Im russischsprachigen Web wird darüber diskutiert, ob die beiden „nur“ Nationalisten oder doch Rechtsradikale sind, finde aber, ist schon schlimm genug. Sie haben m.E. kein Recht, als Sprachrohr der antifaschistischen Kräfte aufzutreten. Die zweifelsohne rechtsextreme Partei Swoboda muss auch im Westen stärker kritisieren werden, jedoch nicht von den Menschen, die im eigenen Land nationalistisch agieren.

Aleksey Kochetkov schreibt ebenfalls für die Nazi-Seite Modus Agendi. Er war tatsächlich Chefredakteur der Nazi-Postille der Bewegung RNE „Russische Ordnung“ (hier ein Bild von ihm aus jungen Jahren, http://s5.uploads.ru/t/7HhtP.jpg). Das Umfeld dieser Zeitung war seit der Spaltung unter diesem Namen weiter aktiv und war bei mehreren Russ. Märschen am 4. November beteiligt. Aus dem RNE ist Kochetkov rausgeflogen, weil er wohl mit den Staatsorganen (Putins Administration) zusammengearbeitet hat.
Auf einem weiteren Bild, siehe http://spbrne.401.su/click.php?http://uploads.ru/P5kZ3.jpg, ist derselbe Kochetkov im Jahr 2005 zusammen mit der Rechtsrock-Band Russkij Stjag zu sehen…“

Diese beiden Typen haben also  nichts, aber auch gar nichts mit progressiven Strukturen zu tun. Sie sind in einem Nazi-Umfeld groß geworden und in der Putin-Administration angekommen. Sie sind ein fester Bestandteil rechtskonservativer russ. Strukturen. Sie haben keine Berührungsängste mit militanten Nazis. Dies sind echte „Faschisten im Nadelstreif“.

Es sei also darauf hingewiesen, dass die beiden Referenten Stanislav Byshok und Alexey Kochetkov russische Nationalisten und Rassisten, quasi „Nazis im Nadelstreifen“ sind.
Es sind keine fortschrittlichen Informationen über den „Ukraine-Konflikt“, keine fortschrittliche Kritik an der Swoboda Partei oder dem Rechten Sektor, sondern als Enthüllungsjournalismus getarnte nationalistische Positionierungen zu erwarten.

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