Bündnis „Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)“ solidarisiert sich mit den geplanten Massenblockaden in Dresden (13.02.) und Cottbus (15.02.)

Ziviler Ungehorsam ist ein probates und erprobtes Mittel, Naziaufmärsche zu verhindern. „Wir müssen in unseren antifaschistischen Bemühungen über unseren lokalen Tellerrand hinaus denken und gemeinsam mit anderen Antifaschist*innen eine demokratische und antifaschistische Kultur stärken.“ so Janek Lassau, Sprecher des Bündnisses „Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)“.

Zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13.02. versuchen Faschist*innen seit 1998 mit sogenannten „Trauermärschen“ ihre menschenverachtende Ideologie auf die Straße zu tragen. Ihr Opfermythos in Bezug auf die Bombardierung des „unschuldigen“ Dresdens verhöhnt die Opfer der nazideutschen Vernichtungspolitik, welcher zweifelsfrei nur auf militärischem Wege ein Ende bereitet werden konnte.

Dresden wurde bombardiert, weil es eine strategisch wichtige Stadt im nationalsozialistischen Deutschland war. In den vergangenen vier Jahren konnte einer der größten Naziaufmärsche Europas erfolgreich blockiert werden. Dieses Jahr haben die Faschist*innen als Reaktion auf die erfolgreichen Blockaden keinen „Trauermarsch“, sondern eine vermeintliche „Gedenkveranstaltung“ vor der Frauenkirche am Neumarkt angemeldet.

Allerdings ist der Ort durch das Sächsische Versammlungsgesetz und Gedenkstättengesetz besonders geschützt. Ob die Veranstaltung stattfinden darf, ist noch nicht endgültig geklärt. Es gilt aber nach wie vor, den Faschist*innen entschlossen entgegenzutreten und auch ihre „Gedenkveranstaltungen“ zu verhindern. Die Repressionsorgane Sachsens kriminalisieren noch immer antifaschistischen Engagement.

Am 13.02.2014 setzen wir daher auch ein Zeichen der Solidarität mit allen Kriminalisierten und von Repressionen Betroffenen! Ziviler Ungehorsam ist unser Recht, Blockaden sind legitim.

Auch in Cottbus werden Jahr für Jahr auf den sogenannten Gedenkmärschen, die Umdeutung von Täter*innen zu Opfern und die Verherrlichung der NS-Ideologie vorangetrieben. Unter den Überschriften „Sorry Nazi, Kein Bock auf deine Story“ und „Nazis blockieren – Geschichte wird gemacht“ mobilisieren Antifaschist*innen aus Cottbus gegen den am 15.02.2014 stattfindenden „Gedenkmarsch“ der Faschist*innen.

Der geschichtsrevisionistische Marsch durch die Stadt soll den „unschuldigen Opfern“ der Bombardierung von Cottbus am 15.02.1945 gedenken. Im letzten Jahr konnte das Bündnis „Cottbus-Nazifrei!“ erstmals den Aufmarsch der Faschist*innen nach ein paar hundert Metern erfolgreich blockieren. Auch in diesem Jahr gilt es, sich dem Aufzug entschlossen entgegenzustellen!

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