Kriminalisierung oder Instrumentalisierung? Über die Unterstützer_innen gegen die Betroffenen.

Die Kiminalisierungsmasche des Boulevard-Hetz-Blattes BZ gegen Unterstützer_innen und die systematische Entmündigung der Betroffenen: Kann eine kleine Gruppe von ca. 30-40 Betroffenen selbstbestimmt und -organisiert Proteste durchführen, ist dies von der Sprache abhängig und ist die Anwesenheit von Unterstützer_innen pauschal Anzeichen für eine Instrumentalisierung? Laut BZ und ihrem Journalisten ja, ich finde NEIN!

Alleine die Anwesenheit und Unterstützung von Menschen und ihren Protesten ist kein Indiz für angebliche „Urheberschaften“, „Hintermänner“ oder Strippenzieher_innen! Wo sind die Beweise! Ebenso die Beweise für die angebliche Verknüpfung mit „Gewaltvorkommnissen“ bzw. „wegen Gewaltdelikten polizeibekannt“. Das jemand der viele Proteste und Demonstrationen anmeldet oder unterstützt, der Polizei bekannt ist, dürfte normal sein. Zu dem dürfte dies für viele zutreffen.

Im Gesamtkontext dieses Artikels allerdings führt diese undifferenzierte Zuschreibung zu einer weiteren Kriminalisierung von Dirk. Springers heiße Blätter legitimieren und bestätigen damit die Steckbriefe, Hetzartikel und Gewaltaufrufe von Nazis und Rassist_innen im Internet zusätzlich, die reihenweise zu finden sind. Antifaschistisches und antirassistisches Engagement ist aber nicht kriminell! Und verurteilt für irgend welche angeblichen Straftaten oder Gewaltvorfälle ist Dirk ebenso wenig. Dies noch mit Porträtbildern zu versehen, ist unakzeptabel, langfristig kriminalisierend und rufschädigend.

Weitere juristische Schritte werden derzeit geprüft. Menschen sind nicht, weil sie kaum deutsch können oder nur eine kleinere Gruppe von ca. 30-40 Personen sind, politik- oder handlungsunfähig bzw. zu doof und dämlich, um selbstbestimmt und selbstorganisiert auch ohne Unterstützer_innen agieren zu können. Diese indirekten Unterstellungen sind rassistische und ausgrenzende Denkmuster! Weder die protestierenden Refugees noch die ehemaligen, obdachlos gemachten Bewohner_innen der Eisfabrik benötigen „Hintermänner“ und „Drahtzieher_innen“, um ihre Forderungen klar und deutlich, selbstbestimmt und -organisiert in die Öffentlichkeit zu tragen! Punkt! Im Übrigen kann Petersen mit Kommentaren und Zuschreibungen wie : „Sind keine Flüchtlinge, gut angezogen und haben Smartphone“ gerne hinterfragen, wer diese wo und vor allem WARUM in ähnlicher Art und Weise gegen wen benutzt …

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