Bericht zur 10. Transvocale in Frankfurt (Oder)

Die 10 Transvocale stand also vom 14.-16. November auf dem Programm und die VeranstalterInnen ließen sich nicht lumpen und ließen für die Redaktion von voiceofculture.com ein Presseticket springen, herzlichen Dank nochmal dafür.

Der Donnerstag ging gleich mit einem Höhepunkt los, Heinz Ratz mit seinem Band Projekt Strom und Wasser feat. The Refugees. Für das Musikprojekt bekam er auch den Transvocale Preis 2013 und hielt eine geniale Brandrede auf das Establishment und das Desinteresse der Regionalen Medien. Das hat schon mal gesessen, der Redakteur vom Oderlandspiegel wurde knall rot und lies vor schreck die Kamera fallen und die MOZ erwähnte noch nicht mal ansatzweise im Nachgang die Preisverleihung, weil auch sie ihr Fett weg bekam, in Heinz seiner Rede. Er wünsche sich mehr mediales Interesse für das Anliegen und für die Situation von Geflüchteten in Deutschland, und verwies auf eine Pressekonfernz im Frühjahr 2011 im Rahmen seiner „Tour der Tausend Brücken“ hier in Frankfurt (Oder) hin, wo kein Pressevertreter der hießigen Medienlandschaft erschienen ist.
Doch Heinz Ratz war ja nicht nur zur Kritischen Auseinandersetzung gekommen sondern auch um zu Musizieren. Und von allen von mir gesehenen Konzerten auf der Transvocale, war das mit das beste Konzert. Zum eine Weil es sehr abwechslungsreich an musikalischen Richtungen war und zum anderen weil nicht nur er sondern auch verschiedene Geflüchtete zum Mikro griffen und ihre Sicht auf die Flüchtlingsproblematik besangen.

Nach Strom und Wasser spielten die Polnisch Band „Domowe Melodie“. Domowe Melodie’s Album „domowe melodi“ wurde in einer Umfrage des Portals „Uwolnij muzyke“ zur besten Platte des Jahres 2012 gewählt. Die Band tratt stilecht im Schlafanzug auf und gab zum teil schöne Schlafmusik wieder, wurde aber zum ende hin kraftvoller und melodischer, das ganze wirkte zum Anfang sehr kaotisch was sie da ablieferten, wobei die Sängerin eine sehr schöne Stimme hat.

Als letzte Band gab es dann „Otava Yo“ auf die Ohren, da dacht ich mir gleich, die hat bestimmt der Thomas Strauch eingeladen.. „Otava Yo“ spielten eine Mischung aus „Russen Disko“ und „La March“, das ganze war auf jedenfall sehr tanzbar und hat gut gefallen.

Zur Aftershow gabe es dann „Das große Frankfurt Kurorchester“ zu bestaunen. Ganz ehrlich, wozu braucht die Stadt Frankfurt (Oder) und das Land Brandenburg eigentlich ein Staatsorchester, es geht auch so!

Am zweiten Festival Tag standen für mich „Liloba“, „Oana Cǎtǎlina Chiţu“ und „New Country Rehab“ auf dem Programm.
„Liloba“ überzeugten mit ihren Liedern über Liebe und Schmerz, sowie Hoffnung und Krieg. Das ganze war gefühlvoll und clubtauglich.
„Oana Cǎtǎlina Chiţu“ erzählte von der Bequemlichkeit der Männer dieser Welt und wie sie den ihr entgegen wehenden Antiziganismus und Antiromanismus mit Humor entgegen tritt. Musikalisch transportierten und interpretierten sie Lieder von Maria Tǎnase und verbeugten sich so vor der großartigen Künstlerin.
Mit dem Auftritt von „New Country Rehab“ endete für mich das Festival. Der Technische Leiter des Kleistforum zählte die Band zu seinen Festivalfavoriten und ja die waren schon gut. Ganz feinen alt-country Sound aus Toronto boten die Jungs da.

Am Ende des Festivals zählten die VeranstalterInnen etwa 5200 BesucherInnen, eine Zahl die für Frankfurt (Oder) ganz gut ist. Bei der Zehnten Transvocale waren hauptsächlich Bands dabei, die ich nicht beim Namen kannte, neben Strom und Wasser waren es noch Polkaholix welche ich kannte bzw. Auch schon mal live gesehen habe. Aber das Publikum hatte sich voll und ganz auf die den meisten unbekannten Künstler eingelassen, was für Frankfurter Verhältnisse eher ungewöhnlich ist.

Fotos vom 1. Tag, 2. Tag, 3. Tag

 

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