Bericht: Antirassistische Demo und Saubermachaktion in Teltow

Aufgrund der zunehmenden rassistische An- und Übergriffe gegen Muslim_innen in den letzten Wochenin Teltow und dem verstärkten Aufkommen von Neonazipropaganda, welche den muslimischen Glauben verunglimpfenen, Organisierten die Betroffenen und Unterstützer_innen aus Berlin und Brandenburg eine Demonstration. Diese sollte gleichermaßen dazu dienen, die neonazistischen Aufkleber im Stadtgebiet zu entfernen. Dem Aufruf, der im Laufe der Woche im Internet auftauchte, folgten bis zu 100 Menschen.

Die Demonstration begann um 15:00 Uhr am Lager in der Potsdamer Straße 5. In Teltow lebende Geflüchtete führten die Demonstration an. Lautstark lief der Aufzug in Richtung S-Bahnhof Teltow Stadt. In verschiedenen Redebeiträgen machten Geflüchtete nicht nur auf die momentane bedrohende Situation aufmerksam, sondern forderten auch ein Ende der unmenschlichen Asylpolitik in Brandenburg und Deutschland.

Schon nach 20 Minuten zeigte eine ältere männliche Person am Straßenrand den Hitlergruß.
Nach einer weiteren knappen halben Stunde tauchten die ersten beiden Neonazis am Rande der Demonstration auf und versuchten die Teilnehmer_innen zu provozieren. Einer der beiden trug eine Wollmütze der neonazistischen Kleidungsmarke „Fourth Time Clothing Brand“ (http://tinyurl.com/p5bcb4k). Interessant daran ist, dass das Label aus Teltow stammt. Als einige Demonstrant_innen auf sie aufmerksam wurden, verschwanden die Neonazis schnell in einem Hauseingang. Kurz darauf ließen sich während einem kurzen Zwischenstopp 4 weitere Neonazis neben der Demonstration blicken – eine der männlichen Personen trug eine Thor-Steinar-Jacke. Die Personen fielen durch Pöbeleien wie „Hasta la Vista, Antifascista“ auf und versuchten einen Journalisten einzuschüchtern.

Als die Demonstration am Bahnhof beendet wurde, kam es zu einer weiteren Provokation seitens eines Teltower Anwohners. Beim Verlassen des Bahnhofes zeigte dieser unter „Ausländer raus!“- Rufen den „Hitlergruß“.

Danach ging es gemeinsam zur Jubiläumsparty „1 Jahr Refugeecamp Oranienplatz“ – nicht in der oft gerne von außen konstruierten „Opferrolle“, sondern als selbstbewußte, selbstbestimmte und selbstorganisierte Akteur_innen.

Bilder zur Demo gibts hier.

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