2. Brief der Bewohnerinnen und Bewohner der Berliner Straße 24 und Bergstraße 189 – Eingeständnis: Neonazis sind Stammgäste in der Bierbar

Am 14. September berichtete der „Blickpunkt“ über die Bedrohungssituation, mit der sich die Anwohner_innen der Berliner Straße 24 und der Bergstraße 189 aufgrund von rechten Umtrieben in der „Bierbar“ konfrontiert sehen. Von deren Inhaber, Guido Tietgen, werden unsere Ängste als Anwohner_innen jedoch offensichtlich nicht ernst genommen.

So leugnet er, dass ein Liederabend mit dem Liedermacher Björn Brusak am 9. August in der „Bierbar“ stattgefunden habe. Gerne möchten wir die von Herrn Tietgen im Blickpunkt aufgeworfene Frage beantworten, wie aus einem Geburtstagsständchen ein rechter Liederabend werden könne. Dies geschieht in dem Moment, wenn ein bekennender Neonazi zur Gitarre greift und Lieder der verbotenen rechten Gruppe Landser singt, das Publikum mit einstimmt und „Sieg Heil“ gerufen wird.

Den Ausflüchten und Verharmlosungen der Ereignisse des Abends von Herrn Tietgen stehen unsere Beobachtungen sowie die Tatsache entgegen, dass die Veranstaltung von der Polizei aufgelöst wurde und Ermittlungen des Staatsschutzes wegen Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet wurden. Außerdem wurden entgegen der Behauptungen von Herrn Tietgen in der Vergangenheit immer wieder Personen, die der rechten Szene in der Stadt zuzuordnen sind, in seiner Kneipe gesehen.

Der Inhaber der „Bierbar“ gibt vor, sich vom rechtem Publikum in seiner Bar sowie vom Rechtsextremismus insgesamt zu distanzieren. Wir nehmen ihm das nicht ab, gibt er doch unumwunden zu, dass der Neonazi-Barde und sein Publikum Stammgäste gewesen seien. Ein klares Bekenntnis zu Demokratie und Antifaschismus und gegen rechtes Gedankengut ist nur dann glaubwürdig, wenn es Konsequenzen hat. Dies können wir bei Herr Tietgen nicht erkennen.

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