Eisenhüttenstadt: Spielcafe diskriminiert Nichtdeutsche wegen angeblichen „gesetzlichen Vorschriften“

Ein Schlaglicht auf das Ausmaß rassistischer Ausgrenzung in Eisenhüttenstadt: Das „Spielcafé Oberschleuse“ hat jüngst einen Verbotshinweis am Eingang angebracht. BewohnerInnen der zentralen Erstaufnahmestelle für Asylsuchende ist demzufolge der Zutritt zum Café verboten.

Der Text des Schildes:
„Achtung! Aufgrund von sozialpolitischen Maßnahmen ist das Betreten von Bewohnern des Asylheimes (ZABH) nicht gestattet. Wir sind verpflichtet, uns an die gesetzlichen Vorschriften zu halten. Bei Nichteinhaltung werden wir von unserem Hausrecht Gebrauch machen und eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch (§123) bei der Polizei tätigen.“

Das „Spielcafé“ ist nicht nur ein Casino, sondern unterhält auch ein Internetcafé, welches bisher von den Flüchtlingen genutzt wurde. Mit welchen „gesetzlichen Vorschriften“ die rassistische Ausgrenzung genau begründet wird und um welche „sozialpolitischen Maßnahmen“ die Rede ist, ist auf dem Verbotsschild, welches auf Deutsch und auf Russisch aushängt, nicht vermerkt.

Flüchtlinge und antirassistische Initiativen protestieren seit Monaten gegen die Zustände in der Erstaufnahmestelle, das Abschiebegefängnis am gleichen Ort sowie die rassistische Ausgrenzung in Eisenhüttenstadt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s