Langzeitarbeitslose in Frankfurt(Oder) ohne Perspektiven?

Was zählt ein Mensch in Frankfurt (Oder) Nichts! Es ist Freitag der 12 Juli 2013. Beim öffnen des Briefkasten kommt die Zeitschrift „WohnGut“ der Wohnbau zu Tage. Beim lesen der knalligen Überschrift „Unsere gelebte Genossenschaft“ denke ich Wow. Doch dann ist da noch ein Brief – auch von der gelebten Genossenschaft. In diesem wird mir lapidar mitgeteilt, dass die Wohnblöcke Konrad Wachsmann Str. 13 und 15 an einen Investor verkauft worden sind und zwar zum 1. August 2013. So sieht also gelebte Genossenschaft aus.

Der Block Konrad Wachsmann Str. 13 ist bis auf eine Wohnung komplett vermietet (24 Wohnungen). Ich bin erst am 01. Januar 2012 in diesem Block eingezogen, da mein alter Wohnsitz in der Birkenallee den Abriss preisgegeben werden sollte. Noch steht der leergezogene Würfel ob er vielleicht auch an diese Firma verkauft wurde? Das ich seit 2009 eine Hartz IV gerechte Wohnung (Richtlinie KDU der Stadt Frankfurt (Oder) gesucht habe sei nur am Rande erwähnt. Eine Richtlinie KDU die mittlerweile vom Sozialgericht und vom Landessozialgericht verworfen wurden. Auch das Bundessozialgericht hat diese Urteile bestätigt. KDU und ein Mietspiegel der nicht fertig wird.

Das Gespann OB Wilke (Mietspiegel ein wichtiges Thema für Ihn beim OB-Wahlkampf) und Baudezernent Derling vesenkten 90.000 € in ein Analysekonzept was nach einem Jahr immer mehr Fragen aufwirft nur keiner möchte antworten. Für 18 Mieter der Konrad Wachsmann Str. 13 wird es wirtschaftlich sehr schwierig, sollte der neue Vermieter, mit Mieterhöhung kommen. Sollte sogar eine „Luxussanierung“ anstehen, geht für viele gar nichts mehr. Doch wo hin in Frankfurt (Oder). Wo gibt es für Bürger mit schmalen Geldbeutel noch bezahlbaren Wohnraum? Im Kommunarden Weg vielleicht? Hier wird wie in ähnlichen Fällen seit Jahren der Zuzug von Mietern verweigert. Und dann stellt sich eine Vorstandsvorsitzende: Dr. Michaela Schmitz-Schlär hin und argumentiert – die Blöcke sind fast leer und müssen abgerissen werden. Was für ein schändliches Spiel.

Sollte jemand glauben, dies Interessiere jemand in der Stadtverwaltung oder sogar unsere Stadtverordneten, den muss ich enttäuschen. Es Interessiert niemanden. Es gibt etliche Menschen die sich bei mir darüber aufregen und meine Gegenfrage lautet dann: „Habt ihr keine Wohnung in der Roten Kaserne bekommen? Mit solch einer Wohnungspolitik wird Kaufkraft in Größenordnungen abgeschöpft und Verwaltung sowie unsere gewählten Volksvertreter lassen es wiederstandslos zu. Kaufkraft sinkt immer weiter und dann kommt ein Baudezernent Herr Derling und fordert neue Verkaufsflächen.

Selbstverständlich nur dort wo er es für sinnvoll hält. Herr Derling – Münchner Mietpreise und Ukrainische Löhne gehen nicht, aber auch gar nicht zusammen. In Frankfurt (Oder) nehmen mittlerweile über 20.000 Menschen Transferleistungen in Anspruch. Die Tendenz dürfte nach First Solar und Conery eher steigend sein. Es wird spannend wie sich im Armenhaus Frankfurt (Oder) Insolvenzen in den folgenden 365 Tagen entwickeln werden. Also was zählt ein Mensch in dieser Stadt?

Joachim Wawrzyniak Juli 2013

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