„Zug der Erinnerung“ macht Station in Frankfurt (Oder)

Bereits zum zweiten Mal wird der „Zug der Erinnerung“ am Frankfurter Bahnhof halten. Die mobile Ausstellung hat in diesem Jahr das nationalsozialistische Vernichtungslager Sobibor zum Thema: es soll der Ermordung der Kinder aus dem Konzentrationslager Westerbork in den Niederlanden gedacht werden, da sich ihre Deportation in diesem Jahr zum 70. Mal jährt; zudem wird an den im Vernichtungslager Sobibor geleisteten Widerstand der Häftlinge erinnert.

Interessierte Besucher_innen können am 5. Juni von 08:00 bis 20:00 Uhr die Ausstellung besuchen. Größere Gruppen melden sich bitte beim Amt für Jugend und Soziales Frankfurt (Oder) (Tel: 0335 5525130, Fax: 0335 552885130, heike.papendick@frankfurt-oder.de oder jugendundsoziales@frankfurt-oder.de) an. Eine pädagogische Betreuung wird durch die RAA Frankfurt (Oder) realisiert.

An diesem Tag um 11:00 Uhr findet die feierliche Eröffnung der Ausstellung mit Reden von Peter Fritsch (Stadtverordnetenvorsteher), Gunter Demnig (Künstler – Initiator des Projekts Stolpersteine), einem_r Vertreter_in des Utopia e.V. sowie Rüdiger Minow (Zug der Erinnerung e.V.) statt.

Zusätzlich gestaltet der Utopia e.V., unterstützt durch den Quartiersfonds des Programms „Soziale Stadt“ Frankfurt (Oder), rund um den Aufenthalt des Zuges ein Begleitprogramm: Zusammen mit dem Kleinen Kino e.V. wird am Freitag, den 7. Juni, um 19:30 im Gräfin-Dönhoff-Gebäude (Europa-Universität, Europaplatz 1) der Film „Sarahs Schlüssel“ gezeigt.

Am Sonntag um 18:00 Uhr referiert Stephan Wirtz im Audimax AM 03 (Europa-Universität; Logenstr. 2) zu Jüdischem Widerstand gegen das NS-Regime und dem Widerstand der Sinti und Roma.

Zudem findet am Montag, den 10. Juni, um 17:00 Uhr ein geführter Gedenkspaziergang zu den in Frankfurt verlegten Stolpersteinen mit Gerhard Hoffmann (Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Frankfurt (Oder) e.V.) und Carsten Höft (Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V.) statt. Treffpunkt ist am Südeingang der Lenné-Passagen.

Am Dienstag, den 11. Juni, wird zum Abschluss um 18:00 Uhr im Audimax AM 03 (Europa-Universität; Logenstr. 2) der Film „Flucht aus Sobibor“ gezeigt. Falls die Umstände es ermöglichen, wird ein Überlebender des Aufstands in Sobibor in Frankfurt (Oder) zu Gast sein und sich für ein Zeitzeugengespräch zur Verfügung stellen. Der „Zug der Erinnerung“ ist ein vom gleichnamigen Verein 2007 initiiertes Projekt, das die Geschichte der nationalsozialistischen Deportationen erzählt und mit Hilfe von Biographien an die Opfer erinnert. Etwa 420.000 Menschen kamen seit 2007 auf die Bahnhöfe und gedachten der Deportierten.

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