Wehret den Anfängen!

Bündnis „Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)“ ruft zum Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns auf / Zentrale Kundgebung am 10.11. um 9:00 Uhr in der  Heilbronner Straße vor dem Kaufland /  NPD-Aufmarsch in Wolgast unter Auflagen genehmigt

Am 9. November 1938 brannten Synagogen, wurden jüdische Geschäfte ausgeplündert und jüdische Mitbürger misshandelt, in Konzentrationslager verschleppt und ermordet – auch in Frankfurt (Oder). Was an diesem Tag und den darauffolgenden der Naziherrschaft zerstört wurde, ist irreparabel. Das jüdische Leben und die jüdische Kultur der Vorkriegszeit sind unwiderruflich durch die Shoah ausgelöscht worden. Die Mitbürger*innen von einst können nicht mehr in unserer Mitte alt werden.

„Wehret den Anfängen! Faschistisches und Neonazistisches Gedankengut geht von der Ungleichwertigkeit von Menschen aus und mündet in Mord und Totschlag“, so Janek Lassau, Sprecher des Bündnisses „Kein Ort für Nazis Frankfurt (Oder)“.

Wenn Nazis versuchen, mit ihren Parolen anschlussfähig zu werden, muss dem eine antifaschistische und demokratische Kultur entgegengesetzt werden. Deshalb ruft das Bündnis „Kein Ort für Nazis Frankfurt (Oder)“ dazu auf, den für den 10. November angekündigten Nazi-Aufmarsch mit friedlichen Massenblockaden zu verhindern.

Die zentrale Kundgebung, zu der sowohl das Bündnis „Kein Ort für Nazis Frankfurt (Oder)“ als auch die Stadt Frankfurt einladen, beginnt um 9:00 Uhr in der Heilbronner Straße vor dem Kaufland.

Es gilt, Rassismus und Neonazismus überall und zu jeder Zeit entschlossen entgegenzutreten – so auch im mecklenburgischen Wolgast. Am 9. November wollte die NPD mit einem Fackelzug vor das dortige Asylbewerber*innenheim ziehen. Vor Ort hatte sich eine pogromartige Stimmung unter einem Teil der Bürger*innen gegen die Flüchtlinge verbreitet, welche die NPD zusätzlich anstachelte. Der zunächst gerichtlich verbotene Aufmarsch darf nun unter Auflagen doch stattfinden. „Wir solidarisieren uns mit den Flüchtlingen und der Kampagne ‘Rassisten stoppen! Solidarität mit Flüchtlingen!’, welche die Gegenproteste plant. Die Demonstration am Jahrestag der Reichspogromnacht in der Nähe des Asylbewerber*innenheims stellt eine nicht hinnehmbare Provokation dar.“

Frankfurt (Oder), den 8.11.2012
Bündnis „Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)“

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