neues Kirchenasyl in Frankfurt (Oder)

Khava Amaeva (geb. 1973) reiste am 25.12.11 zusammen mit ihren Kindern Malika (18 Jahre), Makhmad und Akhmad (beide 13 Jahre) sowie Khedi (drei Jahre) über Polen kommend illegal in Deutschland ein und wurde in Frankfurt (Oder) von der Bundespolizei aufgegriffen.
Die Flüchtlinge kommen aus Tschetschenien und wurden dort mehrfach mit dem Tode bedroht. Die beiden erwachsenen Frauen leiden sehr unter Verfolgungsängsten. Khava Amaeva gehört als allein erziehende Mutter, die zudem höchstwahrscheinlich traumatisiert ist, zu den besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen gem. Art. 17 I EU-Aufnahmerichtlinie.
Die Bundespolizei versuchte, die Familie am 12.1.12 nach Polen abzuschieben, was daran scheiterte, dass die beiden erwachsenen Frauen wegen psychischer Probleme im Krankenhaus aufgenommen wurden. Khava Amaeva fürchtet sich sehr vor einer Abschiebung nach Polen. Die Anhänger Kadyrovs sind auch in Polen aktiv und bedrohen dort die Flüchtlinge. Die drohende Rückführung nach Polen könnte zur Retraumatisierung und starken Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes führen. Zudem sind
die Möglichkeiten der weiteren psychiatrischen und psychologischen Behandlung in Polen sehr begrenzt. Für 20 Aufnahmezentren stehen lediglich fünf Psycholog_innen zur Verfügung. Auch die allgemeine gesundheitliche Versorgung ist mangelhaft.
Gegen den Rücküberstellungsbescheid wurde von der Anwältin Widerspruch eingelegt. Zudem wurde beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein Asylantrag sowie vor Gericht ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz gestellt. Außerdem wurde eine Petition beim Bundestag eingereicht.
Wir wollen, dass Frau Amaeva und ihren Kindern ein faires Asylverfahren und ein Leben in Sicherheit ermöglicht wird. Deshalb sind die Betroffenen vorerst im Kirchenasyl.
Praktische wie finanzielle Hilfe sind notwendig und erwünscht. Die Unterstützung wird von Pfarrerin Katharina Falkenhagen koordiniert.

In seiner Sitzung am 6. Februar 2012 hat der Gemeindekirchenrat der Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) beschlossen, Frau Frau Khava Amaeva und ihre vier Kinder in die Obhut der Kirchengemeinde zu nehmen.

Der Gemeindekirchenrat war einhellig der Meinung, dass Frau Amaeva bis zur Ausschöpfung aller Rechtsmittel unseren Schutz braucht, um zur Ruhe zu kommen und nicht vorzeitig abgeschoben zu werden. Die Bundespolizei ist über den Aufenthalt der Familie in der Gemeinde informiert.

Nun bedarf es gemeinsamer Anstrengungen, um die Familie mit allem Nötigen zu versorgen, angemessen zu begleiten und ihnen liebevolle Gastfreundschaft angedeihen zu lassen. Dafür benötigen die Gemeinde Spenden.
Ihr könnt diese persönlich in unserem Gemeindebüro Gertraudenplatz 6 in Frankfurt (Oder) einzahlen oder eine Überweisung mit dem Spendenzweck „Familie Amaev“ tätigen.

Kirchliches Verwaltungsamt
Konto 10 77 88 77
BLZ 210 60237 bei EDG

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