Luftschloß?

aus „ya basta“- „die gnadenlos politische Zeitung für Frankfurt (Oder) und anderswo“ Ausgabe Nr. 5 Juni 1997

Es war einmal…alle Märchen beginnen so und zu neunundneunzig Prozent enden sie glücklich. Nun ja es war einmal ein besetztes Haus aus dem ein alternatives Jugend-, Kultur-, und Wohnprojekt werden sollte. Mit der Zusicherung, daß mit Hilfe der Stadtverwaltung ein neues Objekt gefunden werde würde, zogen die BesetzerInnen im Oktober in sogenannte Ausweichobjekte. …und wenn sie icht gestorben sind, leben sie noch heute dort.Soweit die eine Seite der Frankfurter Mär vom selbstverwalteten Jugendprojekt. Doch sollten wir noch einmal einen genaueren Blick auf die bisherigen Entwicklungen werfen.

Im August 1996 besetzte ein Teil der ehemaligen BesetzerInnen des „Carpe Diem“ vorübergehend ein Objekt in der Kant-Str. diese Aktion hatte in der Stadtverwaltung für erhebliche Aufregung gesorgt und schon bald wurde der Gruppe das Gebäude des ehemaligen St. Georg-Hospitals in der Berliner-Str. angeboten.

Nun begann die Verhandlung über das ob und wie der Bewohnbarkeit des Hauses. Kostenvoranschläge wurden erstellt, eine Konzeption entworfen, unzählige Gespräche und Verhandlungen geführt. Unser anliegen wanderte durch die halbe Stadtverwaltung.
nach langem hin und her gab die Stadtverwaltung aus baurechtlichen und bautechnischen Gründen vor wenigen Tagen ihr endgültiges njet zu einer Benutzung der Berliner Str.

Nun, bautechnisch und baurechtlichen Bedenken ist erstmal nicht viel entgegenzusetzten und es ist nun mal so, daß bei eventuellen Personenschäden die Stadt als Eigentümerin verantwortlich zu machen wäre. Doch es sei daran errinert: Seit August/September 1996 verhandeln die ehemaligen BesetzerInnen über die Nutzung des Objektes in der Berliner Str. – also beinahe ein Jahr. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Wie weiter? Natürlich gibt es bei den aktiven Menschen auf Grund der letzten Entwicklungen einige Frustrationen. Doch denken wir nicht daran, unserem Traum von einem selbstverwalteten Jugendzentrum aufzugeben und die nächsten Aktionen werden den Stadtmüttern und -vätern bald ins Haus stehen. Ich hoffe, ihr werdet uns dabei unterstützen.
Wir sehen uns!!!

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