Bürger fordern Aus von CCS – Regierung muss Konzern beim Wort nehmen

Die Bürgerinitiative „CO2-Endlager stoppen“ aus dem märkischen Beeskow begrüßt den vermeintlichen Sinneswandel des schwedischen Konzerns Vattenfall, mittelfristig aus der Braunkohle auszusteigen. „Der Schritt wäre nur konsequent, da Kohleverstromung ein Relikt aus dem letzten Jahrtausend ist“, sagte der BI-Vorsitzende Udo Schulze. Die Bürger Ostbrandenburgs hoffen, dass die Ankündigung nicht nur zum Aufbau einer Drohkulisse herhalten soll. Nach Medienberichten wolle sich Vattenfall innerhalb der nächsten 30 Jahre aus der Braunkohle zurückziehen.

Wenn es der Konzern ernst meint, erwarten wir auch einen unverzüglichen Rückzug aus der umstrittenen CO2-Verpressung und den Aufschluss neuer Tagebaue“, so Schulze. Die Verunsicherung der Menschen in den von Vattenfall bedrohten Regionen muss ein Ende haben.

Trotz der Ankündigung bleibt Schulze skeptisch und hofft, dass der Verkündung des Ausstiegs keine „Nebelkerze“ des Konzernes ist, der mit hochgerechneten Arbeitsplatzzahlen und unklaren Steuereinnahmen Druck auf die Landesregierung machen will. Sollte der Konzern hingegen mit „Panikmache“ Ängste zu schüren und versuchen die Bürger Brandenburg zu erpressen, habe sich Vattenfall ein für allemal als Energieversorger Brandenburgs diskreditiert, warnt der BI-Vorsitzende.

Jetzt heißt es für die Regierenden in Potsdam Rückgrat zu beweisen und Vattenfall beim Wort zu nehmen“, fordert der Beeskower. Es gelte die Spannung und Zerrissenheit über die Energiefrage im Land „ad acta“ zu legen und gemeinsam am verantwortungsvollen Ausbau von erneuerbaren Energien zu arbeiten.

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