Fresh Air Festival – kein CO2-Enlager

Vom 25. bis 27. Juni veranstalten die Einwohner des östlichen Oderbruchs ein Musikfestival als Protest gegen die dort vom Vattenfall geplante unterirdische Endlagerung von Millionen Tonnen von CO2 aus der Kohleverstromung.
25 Bands aus der Oderregion, Potsdam, Berlin, Schleswig-Holstein und Dresden werden an diesen Tagen auf das Vorhaben, aus dem Oderbruch eine gigantische, unterirdische Müllkippe der Energiekonzerne und Großindustrien zu machen, mit Musik und Kunstaktionen aufmerksam machen.
Geplant ist auch das Verfassen einer musikalischen Petition in Form eines Kanons, die am Sonntagvormittag mit den Festivalgästen uraufgeführt wird.

Veranstaltungsort ist das Sportgelände in Ortwig – Groß Neuendorf.
Beginn ist Freitag der 25.07. ab 18:00 Uhr / Einlass ab 16:00 Uhr.
Es wird ein Übernachtungscamp geben.

Tickets: Fr. und So. 5 Euro, Sa. 10 Euro, Drei-Tages-Ticket 15 Euro
Das aktuelle Programm unter: http://freshair-festival.de/

Der verantwortlicher Veranstalter ist der Ortsbeirat Groß Neuendorf in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative „CO2ntra Endlager“.
Das Festival wird den Gemeinden Letschin und Ortwig, dem Landfrauenverein „Mittleres Oderbruch“ e.V., „Wir im Oderbruch“ e.V. und den Freiwillige Feuerwehren der Großgemeinde Letschin unterstützt.

Vattenfall setzt weiter auf den Ausbau der Braunkohleverstromung und sucht dringend nach Möglichkeiten das dadurch enstehende CO2 loszuwerden.
Allerdings gibt es viele ungeklärte Fragen, z.B. die völlig unklaren Auswirkungen einer Einlagerung von CO2 auf den Wasserhaushalt in Brandenburg und Berlin,
oder die Prüfung der Dichtigkeit des Untergrundes, die mit den zur Zeit zur Verfügung stehenden Methoden nur unzureichend zu ermitteln ist.

Der SRU, ein von der Bundesregierung eingerichteten Sachverständigenrat für Umweltfragen, ist im Mai 2010 außerdem zu dem Ergebnis gekommen, dass die weitere Förderung von Kohle ein veralteter und unnötiger Weg der Energiegewinnung ist, der die Weiterentwicklung zu einer umweltverträglichen und nachhaltigen Stromversorgung behindert und unkalkulierbare Risiken und Kosten für den Bürger mit sich bringt.

Dennoch beginnen demnächst Probebohrungen und seismische Erkundungen des Untergrunds im Raum Neutrebbin und Beeskow.
Die Bürger, Bauern und Gemeinden wehren sich gegen dieses Vorhaben und wollen Vattenfall den Zutritt zu ihren Grundstücken verwehren.
Vattenfall hat schon jetzt angekündigt, sich auch ohne die Zustimmung der Eigner Zutritt auf deren Grund und Boden zu verschaffen.

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