Hetze per Symbolbild

Die Schweiz ist ja in Sachen Fremdenfeindlichkeit leider zumindest in den Behörden keinen Deut besser als Schland. Aktuell wurden in der Stadt Freiburg / Fribourg Musliminnen die Sozialleistungen um 15% gekürzt, weil die Frauen bei der Arbeit das Kopftuch nicht ablegen wollten.

In der Begründung macht die zuständige Freiburger Sozialdirektorin Marie-Thérèse Maradan (SP) die Opfer von Fremdenangst oder auch -feindlichkeit zu Täterinnen, denn anstatt an die Freiburger Arbeitgeber zu appellieren, ihre Vorurteile gegen die Kopftuchträgerinnen abzulegen und weltoffen und kompetenzorientiert an Einstellungsgespräche heranzugehen, sagt sie:

Es darf nicht sein, dass Frauen wegen dem Kopftuch keine Arbeit finden und deshalb jahrelang in der Sozialhilfe bleiben.

Unterstützung findet solch eine repressive Politik gegen die Schwächsten der Gesellschaft – hüben wie drüben – im Boulevard, denn wenn man den online-Bericht der Nachrichtenseite 20 Minuten Online aufruft, sieht man die Überschrift “Weniger Geld wegen Kopftuch“, die mit einem Super-Symbolfoto garniert wird, das einen abendländisch geprägten Leser nur zustimmen lassen kann: Klar, das muss dann sein.

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