kleines Kino «Das wahre Leben ist anderswo»

Am 15. Januar 2010 um 19.30 Uhr
im Gräfin-Dönhoff-Gebäude der EUV
Schweiz 2006, 84 Min., ab 16 Jahren

In seinem Episodenfilm erforscht der Schweizer Regisseur, was zwischen Aufbruch und Ankunft geschieht. Es sind Unterwegsgeschichten, Transitgeschichten. Draußen fliegt die Landschaft vorbei, drin halten sich flüchtige Existenzen auf, Halbwachheiten, Namenlose. Eine Winternacht, die Bahnhöfe liegen gottverlassen, im Schlafwagen funktioniert die Hei­zung nicht. Drei Reisen, die in Genf beginnen, drei Bewegungen, drei Begegnungen, die Frédéric Choffat für sein Spielfilmdebüt behutsam miteinander verwo­ben hat. Eine Geschäftsfrau (Sandra Amodio) spen­diert im Zug nach Marseille einem Mitreisenden (Vincent Bonillo) das TGV-Ticket und nimmt ihn mit ins Hotel. Ein frischgebackener junger Vater (Dorian Rossel) fährt nach Berlin, wo die junge Mutter ihn ungeduldig erwartet, verpasst seinen Anschluss in Dortmund und gerät dort an eine vagabundierende Tschechin (Jasna Kohoutova). Eine in der Schweiz aufgewachsene Italienerin (Antonella Vitali) zieht samt Katze nach Neapel um und wird im Nachtzug von einem geschwätzigen Schaffner (Roberto Molo) behelligt. Drei Paare, die der Zufall ein paar Stunden zusammenbringt. Frédéric Choffat entwickelt daraus einen anrührenden Versuch über die Schwierigkeit, sich zu verständigen. Der Film wird getragen von sechs überzeugenden, improvisationsfreudigen Dar­stellern.

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