Nun beginnt ein Hauen und Stechen!

Durch den Vorschlag Streichung der Veranstaltungen – Unithea, Transvocale und Inseltheater schafft Frau Wolle Fakten, die nicht mehr sind als eine Alibifunktion.
Unter diesem Aspekt erlaubte sich nun der Geschäftsführer der Messe und Veranstaltungs- GmbH, Herr Wieners, einen öffentlichen Vorschlagsreigen einzuleiten, der eine Einsparung von 620 000 Euro mit sich bringen soll.

Mit der „Einverleibung“ des Staatsorchesters in die MuV und dessen Unterbringung in das Kleistforum meint er, das Problem der Einsparung wie einen Seemanns-Knoten lösen zu können. Diese gute Tat dient schlicht und ergreifend der MuV, die selbstverständlich ebenfalls mit Kürzungen rechnen muss.

Wieners behauptet, die Nichtnutzung der Konzerthalle durch das Staatsorchester würde die hohen Betriebskosten der Konzerthalle einsparen. Das ist mit Verlaub gesagt „populistischer Mumpitz“.

Ein Gebäude, das nicht genutzt wird, der Öffentlichkeit dennoch für Gastveranstaltungen zur Verfügung steht, behält laufende Betriebs- und Unterhaltungskosten. Oder sollen wir unsere Konzerthalle dem Verfall preisgeben?

Dem Orchester-Intendanten, Herrn Sauerbaum, ist zu zustimmen, der darauf verweist, dass das Kleistforum nicht den erforderlichen Platz aufweist um das Staatsorchester unterzubringen. Dieses beweist die Aussage Herr Wieners, der für das Orchester noch Räume anmieten will und auch muss.

Die Konzerthalle muss der Sitz und der Spielort des Brandenburgische Staatsorchesters bleiben.

Ein Orchester, was sich vermarkten will und soll, hat auch aus diesem Aspekt heraus jegliche „Mal hier mal da Verwaltung“ zu vermeiden. Auf diesem Wege dem Staatsorchester eine GmbH überzustülpen, es als „Tochtergesellschaft“ einzuverleiben und aus aufgezwungener Verwaltung heraus noch „Gebühren“ und sonstige Einnahmen zu verlangen ist der reinste Hohn.

Während Frau Wolle an Ihrem Vorschlag zum Kultur-Sparplan festhält,kommt Herr Wieners in Erklärungsnot für denn Messestandort Frankfurt (Oder) und wirft einige Fragen auf:

„Die Konzentration auf weniger Messetermine kann mehr Zufriedenheit bei Ausstellern und Besuchern erzeugen“, erläuterte Markus Wieners, Geschäftsführer der Messe- und Veranstaltungs GmbH (MuV), Dienstagabend im Haushaltsausschuss ein neues Messe-Strategiekonzept. Zugleich will die Messegesellschaft sich künftig stärker auf Großveranstaltungen, Musikevents, Bälle, Kongresse und Tagungen konzentrieren. Diese würden höhere Einnahmen bei geringerem Aufwand im Gegensatz zu Eigenveranstaltungen versprechen.

Den letzten Satz gab es so ähnlich schon von der MuV als es um die Schließung des Kleist Theaters ging da es für die MuV wichtig war das Kleistforum durchzudrücken.
Und wozu braucht die Stadt einen Messestandort wenn Herr Wieners verstärkt Großveranstaltungen, Musikevents, Bälle, Kongresse und Tagungen ausrichten will?

Der Messestandort Frankfurt steht nicht zur Disposition. Das bekräftigten Markus Wieners und Kämmerer Markus Derling (CDU). Derling verwies auf das städtische Wirtschaftskonzept. „Wir können längerfristige Entscheidungen nicht alle zwei Jahre in Frage stellen“, betonte er mit Hinweis auf kritische Stimmen zur Messeentwicklung.

Gilt das eigentlich auch für das Staatsorchester?
Die Spekulationen, über die weiter Existenz des Staatsorchester und die Ideen des Herrn Wieners über die mögliche neue Heimspielstätte dienen sicherlich nicht einer Erfolgreichen Weiterentwicklung des Orchesters.

Markus Wieners hatte zuvor darauf verwiesen, dass die Messe Frankfurt überproportional große Anstrengungen gegenüber anderen Messeplätzen unternehmen muss, um ausreichend qualifizierte Aussteller für ihre Veranstaltungen zu gewinnen. Normalerweise würden sich nach jeder durchgeführten Messe rund 80 Prozent der Aussteller erneut von alleine zur nächsten Veranstaltung melden. Zu den Messen in Frankfurt meldeten sich hingegen unter 20 Prozent der Aussteller von selbst. Die übrigen müssten aufwändig gewonnen werden.

Ab wann sind Anstrengungen eigentlich unwirtschaftlich für Sie Herr Wieners oder sollte sich die Stadt Frankfurt (Oder) die Frage stellen?
Wozu braucht die Stadt Frankfurt (Oder) eigentlich einen Messestandort wenn keine bzw. kaum Messeaussteller sich zu Messeveranstalltungen melden und ein nicht geringer Personalauffand nötig ist um Aussteller nach Frankfurt (Oder) zu bekommen?

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Ein Gedanke zu “Nun beginnt ein Hauen und Stechen!

  1. alena schreibt:

    Ich möchte auch in diesen Kreisen einfach noch mal darauf hinweisen, dass der Grund für mehr oder minder qualifizierte Vorschläge zu Einsparungspotentialen im Kulturbereich in diesen Tagen schlichtweg das Fehlen eines Kulturentwicklungsplanes ist und alle einen ungeheuren Druck verspüren. Es ist m.E. versäumt worden, sich in Ffo. und in der Region die Fragen: Was haben wir? und: Was wollen wir in 10 Jahren haben? zu stellen und dazu einen Konsens und einen Weg zu finden. Diese Fragen werden nun in den kommenden Wochen des OB-Wahlkampfes nicht mehr seriös zu debattieren sein. Daher wissen die Frankfurter Kulturschaffenden voraussichtlich bis ca. Ende 2010 nicht, mit welchen Summen sie 2011 rechnen können, obwohl sie jetzt schon für das Jahr 2011 planen müssen. Das find ich echt nicht in Ordnung!

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