Wuppertal-St.Pauli / Brauweiler-Turbine Potsdam 25.08.03

Das ein spielfreies Wochenende nicht gleich bedeutet, ein spielfreies Wochenende zu erleben, klingt komisch, ist aber Tatsache. Für 4 Nordkurvenaktivisten hieß es bereits um 4:39 Uhr am Bahnsteig zu stehen, um kurz vor 14 Uhr das Stadion am Zoo in Wuppertal betreten zu können. Unterwegs trafen wir noch auf die Chemiker, die nach Dortmund unterwegs waren, so dass die Bahnfahrt mit dem einen oder anderen netten Gespräch bereichert wurde.

Das Stadion von Wuppertal ist architektonisch durchaus sehenswert, bietet jedoch für stimmungsambitionierte Zuschauer mehr Nach- als Vorteile. Die aktiven Heimfans stehen mit ca. 150 Leuten unter dem Haupttribünendach, wodurch deren Gesänge des öfteren durchs weite Rund hallten. Die Sankt Pauli – Kurve war zwar ansprechend gefüllt, doch brachte sie akustisch fast nichts bis gar nichts zustande. Wenigstens gefiel die Anfangschoreo mit roten „Karten“ (Zettel) und Spruchband, welche sich gegen einen – gelinde gesagt unbeliebten- EX- Senator Hamburgs richtete. Auf dem grünen Rasen enttäuschten die Hamburger Spieler durch konzeptloses Spiel und kassierten nach dem 0-1 das 0-2 durch Elfmeter, ehe die Wuppertaler den 3-0 Endstand besiegelten. Dadurch festigten die Braun-Weißen ihre Position in den Abstiegsregion und die Heimelf -zugleich Aufsteiger- katapultierten sich an den tabellarischen Platz an der Sonne. Nach dem Spiel ging es mit Bussen zurück zum Bahnhof, wobei auffiel das der Fußweg keine 10 Minuten betrug die Busfahrt jedoch inklusive Autobahn(!) ca. eine viertel Stunde. Am Bahnsteig kam es noch zu rührseligen Abschiedsszenen zwischen den USPlern und uns, wobei da neben diversen Getränken auch gerüchteweise Tränen geflossen sein sollen. Für uns ging es dann nach Düsseldorf und vom dortigen HBF über den Rhein zu unserer Jugendherberge. Den frühen Abend verbrachten wir ua. mit Aladin von den Lost Boyz am Rheinufer und konnten Zeuge werden, wie die tückischen Rhein- Gezeiten fast Drafi mitrissen und ihn beinahe in die offene Nordsee trieben. Abends ging es dann in die Altstadt, wo neben einer Trommelperformance eine schicke Pyroshow die Anwesenden vergnügte. In einer Bar trafen wir noch weitere Düsseldorfer und einige Sankt Paulianer ehe es über Promenade und Brücke zurück in unser 2-Bett-Appartement ging.

Nach dem Frühstück bei Aladin ging es via PKW nach Pulheim/ Brauweiler. Überraschender Weise klappte dies ohne Probleme und wir erreichten gegen 10 Uhr den Sportplatz, wo selbstverständlich nichts auf erste Frauenfußballbundesliga hin deutete. Die Anlage, das Bierzelt und der Grill, der akribisch geputzt wurde, ließen eher Kreisklasse und Dorffest anmuten. Zum Spielbeginn versammelten sich dann etwa 250 Zuschauer (davon 16 Turbine- Fans!) welche ein eher mittelklassiges Spiel zu sehen bekamen. Die Damen von Turbine Potsdam spielten erstaunlich defensiv und schienen sich auf Konter zu beschränken, währenddessen die Brauweiler- Spielerinnen versuchten das Spiel an sich zu reißen. Atmosphäre kam erst dann richtig auf, als unser Heidelberger Capo 20 Minuten vor Spielschluss den Platz erreichte und Turbine das einzige und Spielentscheidende Tor schoss.

Nach dem Spiel wurde kurz mit der Mannschaft gefeiert, ehe es auf dem Stadionvorplatz ein kleines Fest gab. Nach kuzem Stunden rumgammeln ging es zum auto. Kurz nach 21 Uhr erreichteich die Heimat und ein anstrengendes aber schönes Wochenende fand ein Ende.

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