AC Le Havre – Olympique Marseille Paris St.Germain – SC Bastia 21.09.02

Stade Jules Deschaseux 21.09.02
Parc de Princes 22.09.02

Endlich konnte die lang erwartete Fahrt nach Frankreich losgehen. Denn diese Tour sollte ja kein spröd, profaner Hoppingtrip werden, sondern mit ein wenig Party bei den Barbarians in Le Havre garniert, quasi Völkerverbindende Züge annehmen. Donnerstag Nachmittag startete man zu viert, nachdem man sich noch mit ein wenig Flüssignahrung eingedeckt hatte. Unterwegs beschlossen wir dann in Lüttich ein paar der leckeren belgischen Pommes zu verschmausen. Doch irgendwie war das ganze dann schon wieder schwieriger als erwartet, denn man trottete erstmal eine gute Stunde durchs Städtchen ehe man kurz nach Mitternacht Pommestechnisch fündig wurde.

Irgendwann war man aber auch in Frankreich, wo wir uns noch mal kurz verfuhren, ehe wir in Le Havre eintrafen. Da wir unseren Gastgeber nicht zu dieser Unchristlichen Zeit aus dem Bett klingeln wollten (so gegen 7 Uhr), fuhren wir noch mal in die Stadt hinein um zu frühstücken. Dann machten wir uns aber auch auf unser Quartier in beschlag zu nehmen, um ein wenig später mit Simon (Gastgeber) die dunklen Ecken Le Havre’s zu besichtigen. Am Abend wurde dann noch etwas am Strand abgehangen und Trivial Pursuit gespielt, wobei der Gebirgsfuchs die Massen ins Erstaunen brachte, da er wusste, was der Ungar Ernö Rubik erfand. Richtig, den Zauberwürfel. Am Samstag stand dann das Spiel gegen OM auf dem Plan. So traf man sich gegen Mittags in der Garage der Barbarians, wo man mit Bier, Wein und Baguette empfangen wurde. Zudem wurde recht nett abgelabert, Collagen getauscht und Spaß gehabt.

Zum Stadion sollte es dann im Konvoi gehen, doch irgendwie verloren wir den Anschluss, na ja egal. Der Ground kommt als reines Fußballstadion mit 4 überdachten, versitzplatzten Tribünen daher und bietet etwa 17.000 Fans Platz. Sieht recht schmuck aus. Auf Seiten Le Havres gab es zu Beginn auf der Hintertortribüne, dem Platz der Ultras und Supporters, eine Choreo mit schwarzen Folien in dessen Mitte mit Wunderkerzen „HAC“ gekerzelt (na das ist doch mal ein Wort) wurde. Sah auf jeden Fall nett aus. Genauso wie das FI 99 Auswärtstranspi was man vor der Kurve drappierte. OM zeigte Doppelhalter, Bengalos usw. An diesem Wochenende fand in Frankreich übrigens eine Protestaktion der Ultras gegen die Repressalien der Staatsmacht, Bengaloverbrechern gegenüber statt. Hoffen wir mal, dass es was bringt.

In Le Havre hatte man sich vor dem Spiel abgesprochen keine OM Fans auf der Hintertortribüne zu dulden, diese wenn nötig auch rauszuprügeln. Diese Unsitte sich als Gast in die Nähe, manchmal sogar in den Heimblock zu stellen greift ja leider immer mehr um sich. Heim zu Heim – Gast zu Gast! Auf jeden Fall schoss OM das erste Tor und auf der linken Seite wurde wild gejubelt. Daraufhin rannten sofort einige Dutzend Le Havre Fans los und prügelten die OM Fans, soweit es ging, raus aus dem Block. Soweit es ging deshalb, weil natürlich Polizei und Ordner kräftig mitmischten. Auf jeden Fall gab es nach der Ordneraktion erstmal eine 10 minütige Protestpause der Heimfans. Bei den nächsten Toren OM’s jubelte übrigens keiner mehr (also in der nähe des Heimblocks wohl gemerkt). Das Spiel endete 3:1. Nach dem Spiel ging es dann wieder zu Simon wo noch bis in die frühen Morgenstunden abgefeiert wurde. War auf jeden Fall recht cool, und dafür noch mal Danke an alle. Am nächsten Morgen, na gut es war bereits Mittag ging es dann für uns nach Paris.

Der Prinzenpark wurde auch recht schnell gefunden, allerdings erst nachdem man sich einen Stadtplan zulegte und sich durchfragte. Tickets zum Preis von je 25 Euro lockten uns in den Oberrang, von wo aus man beide Hintertortribünen, respektive die Ultragruppierungen gut im Blick hatte. Dabei machte der Kop Autuil wieder eine ganz passable Stimmung (im Verhältnis zu D) während die Boulogne Boys wieder durch Nichtstun glänzten. Man muss aber ganz klar sagen dass es keine Riesenstimmung war. Zum Anpfiff bot man auf Seiten des Kop Autuil eine Choreo, Dutzende mittelgroße Schwenken links und rechts und in der Mitte ne kleine Blockfahne. Besser als nichts. Im Gästeblock tummelten sich etwa 100 (Exil-) Korsen, die dann auch mächtig das 0:1 bejubelten. Am Ende hieß es dann 1:1. Nach dem Match tickten noch ein paar Spieler aus, die sich dann noch auf dem Grünen balgten.

Die Nacht verbrachte man recht preiswert im Formula 1 Hotel, das Dreierzimmer für 33 Euro. Am nächsten Tag waren wir gegen 18 Uhr wieder zurück in good old Potsdam.

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