Real Madrid-FC Porto 19.02.02

Estadio Santiago Bernabeu

Etwa 24 Stunden waren wir mit dem Zug von Genua nach Madrid unterwegs. Da wir im Nachtzug durch Frankreich ein eigenes Abteil hatten, waren wir am Morgen ganz gut ausgeruht. Mit der Regionalbahn ging es von Port Bou nach Barcelona. Ab da fuhren wir mit so einer Art ICE nach Madrid. Leider ist bei unserer Reservierung etwas schief gegangen und wir mussten über 7 Stunden im Raucherbereich sitzen. Anders war es leider nicht möglich.

In Madrid machten wir uns dann erstmal auf den Weg zur Jugendherberge, die aber voll war. Zum Glück hatte man ein Ausweichadresse für uns parat. So quartierten wir in einem Hostel für 12 Euro (pro Person) ein und hatten ein Zimmer für uns allein. Da so ein Bett irgendwie doch was besseres ist als ein Zugabteil, pennten wir erst mal richtig aus.

Am nächsten Morgen machten wir uns zu Fuß erst mal auf den Weg zum Stadion von Athletico Madrid. Das Stadion ist schon eine Attraktion für sich. So befindet sich die Haupttribüne direkt am Wasser. Darunter verläuft dann mal eben auch noch eine Autobahn. Einen Zugang gab es auch und so konnten wir dieses wunderschöne Stadion auch von Innen begutachten.

Nun ging es erst mal zum Hauptbahnhof mit der Metro. Für 10 Fahrten mussten wir 5 Euro berappen. Diese 10 Fahrten teilten wir uns aber, so dass wir sehr preiswert davon kamen. Am Bahnhof stellten wir fest, dass nicht alles so möglich war, wie wir uns das vorstellten und wir mussten wesentlich mehr für die Rückfahrt nach Barcelona bezahlen als für die Hinfahrt (Zuschlag). Nun ging es aber zum Estadio von Real, welches sich mitten im Bankenviertel befindet. Wir bekamen für schlappe 12 Euro eine Karte. Die Zeit nun nutzten wir noch zu einem Besuch im Internetcafe.

2 Stunden vor Spielbeginn waren wir wieder am Stadion, wo schon mächtig was los war. Der Gebirgsfuchs deckte sich noch mit Schals ein. Ein Stunde vor Spielbeginn enterten wir den Ground und man staunte schon nicht schlecht über die sehr steilen Ränge. So hatten wir auch im 3.Rang vor jedem Platz einen Wellenbrecher. Imbissstände und Toiletten gab es auf einer extra Ebene, wobei nicht Alles offen war. So blieben die Rollos von Pizza Hut unten. Mittlerweile stellten wir bei den Treppenläufen fest, dass aufgrund unserer hohen Laufleistung (wir waren etliche km am Tag zu Fuß unterwegs gewesen) sich Krämpfe in den Beinen einstellten.

So nach und nach füllte sich das Stadion. Ich denke mal mindestens 5.000 Portugiesen fanden den Weg nach Spanien und verbreiteten auch gute Stimmung. Der Gästeblock war nur durch ein paar Bänder vom Rest des Stadions getrennt. Die Real-Fans fielen an diesem Tag vorwiegend durch pfeifen auf, wenn z.B. die Portugiesen laut sangen. Lediglich ein paar mal gab es lautere Gesänge durch das Stadion. Der Ultras Block von Real war nicht mal richtig voll, obwohl die Doppelhalter-Show zu Beginn des Spieles nicht schlecht aussah. Aber in dieser großen Schüssel geht das eher unter genau wie der Support.

Das Spiel war an diesem Tag ein ziemlich Luftnummer. Irgendwie hätte man den Portugiesen sogar den Sieg gönnen können, aber 2 mal rettete Alu für Madrid, die sich durch einen Distanzschuss nach 80 Minuten in Führung brachten und das Spiel dann nach Hause schaukelten. Was auch auf fiel an diesem Tag: in der Halbzeit holte das halbe Stadion ein mitgebrachtes Baguette aus der Tasche und es wird fröhlich gemampft und der Grinser hatte nischt.

Nach dem Spiel ging es mit der U-Bahn wieder zurück zur Unterkunft. Da die U-Bahneingänge elektronisch geregelt sind (man braucht halt eine gültige Fahrkarte) staute es sich davor. Dafür gab es kein Gedrängel am Bahnsteig.

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