AC Milan-Atalanta Bergamo 16.02.02

San Siro – Guiseppe Meazza

Von Unterhaching ging es über München mit dem Nachtzug direkt nach Mailand. Wir teilten uns ein Abteil zusammen mit einem Russen, der in Deutschland studiert. Die Verständigung klappte prima und so erreichte man am frühen Morgen das italienische Reiseziel. Es regnete aber Hunde und Katzen und außer Mc Donailds fiel uns erstmal nicht viel ein.

Am Vormittag machten wir uns auf den Weg zur Jugendherberge, um dann im Regen stehend festzustellen, dass erst 4 Stunden später die Möglichkeit des Einchecken da ist. Also ging es wieder zum Bahnhof und zu Mc Doof. Positiv war in diesen ersten Stunden nur die schnelle Metro, die uns schnell und preiswert (3 Euro für 24 h) von A nach B brachte. Die Tickets wurden an fast jeder Station kontrolliert. Ok, Stunden später waren wir wieder an der Herberge, wo nun aber die Hölle los war. Eine geschlagene Stunde warteten wir an der Rezeption um dann ein Zimmer zu bekommen, welches wir mit Japanern teilten.

2 Stunden vor Anpfiff machten wir uns auf den Weg zum benachbarten San Siro Stadion. Vor dem Koloss kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Man sollte einfach mal da gewesen sein! Wir enterten den Ground für 12 Euro. Die Karten hatten wir schon Stunden vorher auf dem Schwarzmarkt erstanden. Wir wählten dann einen Platz im Oberrang in der Mitte. Es interessierte hier keine Sau, wo Dein eigentlicher Platz ist.

Das Stadion war an diesem Tag Schätzungsweise mit 35.000 Zuschauern gefüllt. Etwa 3.000 Gästefans waren an diesem Abend aus Bergamo angereist und verbreiteten auch gute und lautstarke Stimmung. Mit Doppelhaltern und Pyro zeigten sie ein nettes Intro. Außerdem gab es noch kurz vor Spielbeginn eine Schlägerei mit der Polizei, die dann auch den Rückzug bevorzugte.

Von den Milan-Supporters kam zunächst erst mal nichts. Die ersten 10 Minuten protestierten sie gegen etwas. Dann ging es aber richtig rund. Viele, Viele Doppelhalter und Schwenkfahnen hoben sich empor, Begalos wurden gezündet und sie schrieen so laut, dass einem die Ohren weh taten. Im Laufe der Zeit nahm das aber dann stark ab. Erwähnt sei an dieser Stelle auch mal die Tatsache, dass die Milanos über eine eigene fest Installierte Lautsprecheranlage verfügen.

Das Spiel selber blieb an diesem Tag hinter meinen Erwartungen zurück. Tore gab es nicht zu sehen, weil die wenigen guten Möglichkeiten kläglich vergeben wurden. Während die Gästefans noch das 0:0 feierten, befanden wir uns schon auf geordnetem Rückzug. Die Nacht wurde dann richtig schön durchgepennt, denn schon der nächste Brocken stand schon an.

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