BFC Dynamo-Union Berlin 0:3 24.03.01

Was bei uns in Brandenburg der FLB-Pokal ist, heißt bei den Berlinern Paul-Rusch-Pokal. In genau diesem standen sich am 24.03.01 sich Zwei alte Rivalen in Berlin gegenüber. Da beide Mannschaften ja seit dieser Saison nicht mehr in der selben Liga spielen, war es ein ganz besonderes Derby. Schließlich weiß niemand, wann man sich wiedertrifft. Beide Vereine spielen in ihren jeweiligen Ligen um den Aufstieg.

Da die Fans beider Lager sich nicht wirklich leiden können, war ein riesiges Polizeiaufgebot in und am Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark vorhanden. Dazu später noch mehr. Eigentlich wollte ich ja neutral im Stadion sitzen, aber so etwas gab es ja dort gar nicht. Entweder auf die eine oder auf die andere Seite. Wir landeten dann auf der Seite der BFC´ler, was mir auch ganz gut gefiel. Bei so einem Pokalspiel bin ich fast immer für den Klassentieferen Verein.

Knapp 4500 Zuschauer kamen dann auch und sorgten für wirklich gute Stimmung. Vor allem von den Dynamo-Fans kamen immer wieder Haßgesänge in Richtung der Unioner. Beim Spiel war zunächst Union erwartungsgemäß etwas besser, was sich im Verlauf der ersten Halbzeit immer mehr änderte. Der BFC spielte sehr hart, hatte aber auch die besseren Chancen. Zweimal konnte freistehend nicht verwandelt werden. Kurz vor der Halbzeit hätte aber ein BFC-Spieler Rot bekommen müssen, als er mit Anlauf an der Mittellinie einen Unioner weggrätschte. Die Fan vom BFC rollten in Halbzeit 1 ein mindestens 20 Meter langes Transparent aus: „Unioner kniet nieder, wir seh´n uns immer wieder“. Zur Halbzeit war das Spiel weiter vollkommen offen.

Nach der Pause verflachte das Spiel erstmal total und lediglich die Gesänge der Fans machten einem Freude. Als ich irgendwie schon dachte, es wird eine Verlängerung kommen, da zeigte sich die Klasse der Unioner Mannschaft. Einen Torwartabschlag nahm Teixeira kurz vorm gegnerischen Strafraum an und versenkte Eiskalt. Kurz darauf Köpfte er nach einer Ecke das 0:2 und so war das Spiel entschieden. Trotz einiger Chancen für die Dynamos, sollte ihnen kein Treffer mehr gelingen – im Gegenteil. Kurz vor Schluß versenkte noch Menze einen Konter für die Unioner zum 0:3 Endstand.

Als etwas überzogen empfand ich den Aufmarsch der Polizei kurz vor Schluß vorm BFC-Block. Als dann noch ein Transpi der Dynamos vom Zaun gerissen wurde, schien die Lage zu Eskalieren. Es beruhigte sich dann aber doch wieder und es gelangt auch niemand auf den Platz. Nach dem Spiel versuchten dann viele Fans vom BFC noch, in Richtung der Unionfans zu kommen, was aus meiner Sicht von der Polizei ganz gut verhindert werden konnte. Mit Hilfe von Wasserwerfern und Hunden wurde dies umgesetzt. Dennoch schafften es noch einige auf die andere Seite und es kam zu erheblichen Krawallen. Bis auf Matze-Hooligan, der vom Wasserwerfer getroffen wurde, passierte unseren Leuten nichts. Wir liefen ein paar Straßenzüge gen Norden und verließen dann Ostberlin mit der Straßenbahn.

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